Meerbusch: Airport: Kein Schlupfloch bei Starts nach 22 Uhr

Meerbusch: Airport: Kein Schlupfloch bei Starts nach 22 Uhr

Der Flughafen Düsseldorf hat gestern bestätigt, dass die Zahl der Nachtflüge 2017 zugenommen hat. Man bemühe sich aber, die Verspätungen abzubauen, hieß es. Damit hat der Airport auf die Beschwerde des Meerbuscher Vereins "Bürger gegen Fluglärm" reagiert. Der Verein hatte darauf aufmerksam gemacht, dass es 2017 so viele Nachtflüge in Düsseldorf gegeben habe wie noch nie. Demnach gab es 11.372 Starts und Landungen nach 22 Uhr, das sind 0,7 Prozent mehr als 2016. Auch bei Starts- und Landungen zwischen 23 Uhr und Mitternacht gab es einen Rekordwert.

Im Detail stimmten die Zahlen nicht, schreibt ein Flughafensprecher. Die Tendenz sei jedoch richtig. Der Airport unternehme vielfache Anstrengungen, um die Pünktlichkeit weiter zu erhöhen und Verspätungen in den Tagesrandzeiten abzubauen: "Alle Beteiligten wissen um die Belastungen der Anwohner und das verständliche Interesse der unmittelbaren Nachbarn an Lärmschutz - gerade auch in den sensiblen Nachtzeiten."

Dem Vorwurf, der Airport nutze ein Schlupfloch bei Starts nach 22 Uhr, widersprach der Sprecher. "Bei dem angesprochenen Thema ,Off Block-Regelung' handelt es sich nicht um ein ,Schlupfloch'", heißt es. Als Off-block gelten Flugzeuge, wenn sie von ihrer Parkposition abrollen. In 105 von 151 Fällen sei der Start dann aber erst deutlich später erfolgt, hatte "Bürger gegen Fluglärm" berichtet. "Die Genehmigung sieht im Detail vor, dass Maschinen, die bis 21.50 Uhr ,off block' sind , entsprechend starten dürfen." Das diene der Planungssicherheit .

(tak)