Meerbusch: Ärger über Müll an Containerstandorten

Meerbusch: Ärger über Müll an Containerstandorten

Reinschmeißen ist meistens richtig, danebenlegen immer falsch. Über Menschen, die privaten Hausmüll und Kartons einfach neben Containern abladen, ärgern sich Bürger und Stadtverwaltung gleichermaßen. Immer wieder sind Bilder der Sauereien in Meerbusch in den sozialen Netzwerken zu sehen. Aktueller Fall: Büderich.

Entfernt wird der Dreck vom Saubermobil. Markus Tilgner ist jeden Tag acht Stunden im Einsatz und entfernt Dreckecken in allen Stadtteilen. Auch auf Abruf: Unter der Telefonnummer mit dem Slogan "916 123 - Siggi Sauber kommt vorbei" können Bürger Verschmutzungen im Stadtgebiet melden.

Die Container-Standorte nehmen das Saubermobil dabei weiterhin sehr in Anspruch, sagt Stadtsprecher Michael Gorgs. Die Altglas- und Altpapiercontainer gehören zu den am meisten angefahrenen Einsatzorten. Und das obwohl große Hinweisschilder das Abstellen von großformatigen Kartons, Altkleidern, Sperr- Gewerbe- und Sondermüll untersagen. Häufig werde auch Hausmüll in den Containern entsorgt, erklärt der Sprecher.

Immer häufiger gibt es laut Gorgs Hinweise aus der Bevölkerung. Etwa von Personen, die einen Vorfall beobachten und dann das Nummernschild an die Stadt weitergeben. Die Stadt befürwortet das: "Es hilft, wenn Passanten aufmerksam sind. Wir ahnden diese Fälle konsequent, auch mit Bußgeldern", sagt Gorgs. Auf Kartons helfen der Stadt gelegentlich die Adressetiketten dabei, die Besitzer ausfindig zu machen. Darüber hinaus seien die Möglichkeiten der Stadt, etwas gegen die Verschmutzungen zu unternehmen, begrenzt. Selbst an unterirdischen Containern habe es schon vereinzelt Fälle gegeben.

Standorte, an denen besonders häufig Müll neben Container geworfen wird, sind laut Stadt der Hallenbadparkplatz und die Hildegundisallee in Büderich, der Schützenplatz in Lank, die Insterburger Straße in Osterath. Dabei gibt es gute andere Wege, auch große Kartons zu entsorgen. "Beim Wertstoffhof in Strümp gibt es eine Kartonpresse. Dort können sie kostenlos abgegeben werden", erklärt Gorgs.

(tak)