Meerbusch: Abenteuer in Afrika

Meerbusch: Abenteuer in Afrika

Der Osterather Jörg Mackes startete gestern auf dem Motorrad für sechs Monate nach Afrika. Der 52-Jährige will den Kontinent einmal entlang der Küsten umrunden.

"Meine Mutter hat immer gesagt, ich sei mit einem Rucksack auf die Welt gekommen", erzählt Jörg Mackes aus Osterath. "Ich bin tatsächlich seit meiner Jugend mit dem Abenteurervirus befallen", sagt der 52-Jährige. Sein neustes Abenteuer heißt Afrika. Gestern machte sich der Meerbuscher auf den Weg, die Küstenregionen des Kontinents auf dem Motorrad zu erobern: im Westen runter bis Kapstadt und im Osten wieder hoch bis Ägypten. "Mal sehen wie's dann weitergeht", sagt der Globetrotter, der nach eigenem Bekunden in Europa nichts mehr zu entdecken weiß.

Ehe er jedoch die mit Gepäck rund 500 Kilogramm schwere BMW GS 1200 Adventure bestieg, hieß es einen Schnellkursus in einem Fachbetrieb in Krefeld zu absolvieren. Werkstattleiter Michael Greven zeigte Mackes an zehn Tagen, wie er kleinere Reparaturen selbst erledigt. Außerdem stellte er die wichtigsten Werkzeuge und Kleinersatzteile zusammen, um auf den zum Teil unbefestigten Straßen Afrikas gut voranzukommen. "Im Notfall bekomme ich telefonische Reparaturanweisungen und größere Ersatzteile zugeschickt", berichtet Mackes.

Doch an Pannen mag er einen Tag vor dem Start gar nicht denken. "Ich bin überall auf der Welt schon mit dem Motorrad unterwegs gewesen und habe immer Glück gehabt", sagt er. Mackes freut sich auf die Menschen und Regionen, denen er begegnen wird. Angst kennt er keine. Kritische Situationen habe er in der Vergangenheit nicht erlebt. Im Gegenteil, Hilfsbereitschaft und Neugierde seien die Eigenschaften, die ihm im Rückblick besonders einfielen. Der Meerbuscher spricht Englisch, Spanisch, Niederländisch und "einige Brocken Französisch". Ansonsten bediene er sich der Universalsprache mit Händen und Füßen. Das habe immer funktioniert.

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Schon einmal war Mackes in Afrika unterwegs, damals war in Mauretanien Endstation. "Ich benötigte ein Visum, das ich nicht hatte." Diesmal will der 52-Jährige unterwegs alles regeln und die Botschaften aufsuchen. Die Regularien könnten einen Tag dauern oder aber auch eine Woche benötigen, berichtet er.

Mackes ist mit Fotoapparat, Campingausrüstung und Motorrad aufgebrochen. Die drei Dinge stehen sinnbildlich für seine Passion, erzählt er. Rund sechs Monate hat der Meerbuscher für seine Abenteuerreise eingeplant.

Und danach? Ziele habe er genug. "Ich weiß gar nicht, ob ich so alt werde, um alle Vorhaben zu verwirklichen." Die Pan-Americana-Tour, Asien mit China, und Indien, aber auch Sibirien seien reizvolle Ziele – doch erst einmal wolle Afrika umrundet werden.

(RP)
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