Ab Montag beginnen in Meerbusch Bauarbeiten am Osterather Bahnübergang

Millionen-Projekt : Sperrungen wegen Bauarbeiten am Bahnübergang Osterath

(RP) Lange Standzeiten vor der geschlossenen Schranke sollen mit dem Bau der Osterather Bahnunterführung der Vergangenheit angehören. Erste Vorarbeiten haben bereits begonnen. Ab Montag, 25. Februar, kommt es in Osterath nun wegen des Baus einer Eisenbahnüberführung für Fußgänger und Radfahrer mit zugehörigen Rampen und einer Treppenanlage zu Sperrungen im Zugverkehr.

In der Woche von Montag bis Freitag, 1. März, ist der Streckenabschnitt zwischen Krefeld und Neuss ab jeweils 22 Uhr gesperrt. An den Wochenenden ist dieser Streckenabschnitt vollständig gesperrt. Zusätzlich entsteht eine Eisenbahnüberführung über dem zukünftigen Kreisverkehr. Die betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen National Express und Nordwestbahn informieren über die entsprechenden Auswirkungen für die Kunden.

Land NRW, Stadt Meerbusch und Deutsche Bahn (DB) planen gemeinsam die Beseitigung der drei Bahnübergänge (Bü) Meerbuscher Straße, Strümper Straße und Hoterheideweg sowie den Neubau einer großen Eisenbahnüberführung (Eü) und damit eine deutliche Entlastung der Verkehrssituation im Umfeld des Bahnhofs Osterath. Insgesamt investieren die Beteiligten von Land NRW, Stadt Meerbusch und Deutscher Bahn mehr als 30 Millionen Euro. Durch den bereits in den vergangenen Jahren erfolgten Rückbau von insgesamt fünf Gleisen konnte Raum für eine grundsätzliche Neuordnung des Verkehrs gewonnen werden.

Gebaut wird dann in Folge in zwei größeren Phasen von 2019 bis 2023. In der ersten, von der DB durchgeführten Bauphase, wird aktuell unter anderem die Leit- und Sicherungstechnik (LST) angepasst. Dabei handelt es sich um Kabelarbeiten im Zusammenhang mit dem Ausbau des Europäischen Zugbeeinflussungssystems (European Train Control System: ETCS) und Kabelarbeiten zur Baufeldfreimachung.

Außerdem finden Arbeiten an Anlagen der Oberleitung, der Kommunikationstechnik sowie Kampfmittelsondierungen statt. In der zweiten Bauphase werden durch Straßen NRW Stützwände, Rampen, Straßen- und Fußwegbrücke gebaut. Zu den weiteren Maßnahmen gehört unter anderem auch die Neuführung der Landstraßen L 476 (Meerbuscher Straße) und L 154 (Strümper Straße).