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Meerbusch: A57-Ausbau ab Kreuz Meerbusch in 2018?

Meerbusch : A57-Ausbau ab Kreuz Meerbusch in 2018?

Im kommenden Jahr will Straßen.NRW mit dem Ausbau des A57-Abschnitts "Oppum" starten. Seit Juni liegt der Planfeststellungsbeschluss vor. Die Offenlage ist mittlerweile abgeschlossen, der Antrag an das Bundesverkehrsministerium gestellt.

Mit einer Verkehrslast von 120.000 Fahrzeugen pro Tag gehört die A 57 zu den stauträchtigsten Autobahnen in NRW. Experten gehen davon aus, dass die Belastung bis 2030 um weitere 10.000 Fahrzeuge zunimmt. Die Kapazitätsgrenze eines vierstreifigen Autobahn-Querschnittes liege allerdings bei maximal 80.000 Fahrzeugen pro Tag - und das auch nur unter bestimmten Voraussetzungen, sagt der Landesbetrieb Straßen.NRW. Damit der Verkehr künftig besser fließt, soll die Bundesautobahn zwischen den Autobahnkreuzen Köln-Nord und Kamp-Lintfort deshalb von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut werden. Das passiert Stück für Stück - und betrifft auch Meerbusch.

Vier von insgesamt zwölf Ausbauabschnitten sind bereits fertiggestellt. Direkt an den Abschnitt "Meerbusch" schließt sich der rund vier Kilometer lange Ausbauabschnitt "Oppum" an, der sich vom Autobahnkreuz Meerbusch bis zur Anschlussstelle Krefeld-Oppum erstreckt. Seit Juni liegt der Planfeststellungsbeschluss für die Ausbaustrecke vor. Die Offenlage ist mittlerweile abgeschlossen, der Antrag an das Bundesverkehrsministerium gestellt. "Wir warten jetzt auf die Finanzierungszusage", sagt Athanasios Mpasios, Projektgruppenleiter bei Straßen NRW. "Das heißt aber nicht, dass wir nichts tun. Wir bereiten alles vor und schauen optimistisch in Richtung 2018." Einen genauen Ausbauzeitplan gibt es allerdings noch nicht.

Geplant ist unter anderem, im Autobahnkreuz Meerbusch die Ausfahrt auf die A44 zweistreifig auszubauen, um den Verkehrsfluss zu verbessern. "Das Problem ist, dass wir auf dem gesamten Streckenabschnitt derzeit zwei Stauwurzeln haben: am Kreuz Meerbusch und an der Anschlussstelle Oppum", erklärt Mpasios. Durch die Vernetzung führe das zu vielen Rückstaus, abgesehen davon seien auf der Strecke ohnehin besonders viele Verkehrsteilnehmer unterwegs. "Die A 44 selbst wird von den Arbeiten nicht betroffen sein, und es werden auch keine Fahrstreifen gesperrt - umgebaut werden lediglich die Anschlussrampen im Kreuz", sagt der Projektgruppenleiter.

Dort, wo die Autobahn ausgebaut wird, geht es aber auch um Lärm, und dort, wo vor Lärm geschützt wird, um die Optik. Die geplanten Schutzmaßnahmen umfassen den Bau neuer Lärmschutzwände von bis zu 7,5 Metern Höhe im Bereich Krefeld-Oppum und bis zu neun Metern Höhe im Gebiet Bösinghoven. "In Bösinghoven liegt die Bebauung näher an der Autobahn als in Oppum - zehn, zwanzig Meter machen da schon eine Menge aus", sagt Mpasios. "Die Stadt Meerbusch hat im Planfeststellungsverfahren außerdem gefordert, dass die Gestaltung der Lärmschutzwände mit ihr abgestimmt wird. Das werden wir tun."

Zusätzlich, sagt der Projektgruppenleiter, werde im gesamten Abschnitt offenporiger Asphalt, umgangssprachlich auch Flüsterasphalt genannt, eingebaut. "Insgesamt erhoffen wir uns vom Ausbau eine deutliche Verkehrsentlastung."

(RP)