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Meerbusch: A44 soll sechsspurig ausgebaut werden

Meerbusch : A44 soll sechsspurig ausgebaut werden

Die derzeit vierspurige Autobahn soll zwischen dem Autobahnkreuz Meerbusch und der Ausfahrt Forstwald um zwei Fahrstreifen erweitert werden. So wünscht es die Stadt Krefeld. Sie hat den Ausbau jetzt im Regionalrat angemeldet

Die Krefelder Stadtverwaltung hat im Regionalrat den sechsspurigen Ausbau der A 44 zwischen dem Kreuz Meerbusch und der Ausfahrt Forstwald und dem Kreuz Meerbusch angemeldet. Dies geht aus den Sitzungsunterlagen des Gremiums hervor, das am 13. Dezember tagt. Krefeld begründet den Ausbau unter anderem damit, dass der Verkehr auf der A44 seit der Eröffnung der Flughafenbrücke zwischen Düsseldorf und Meerbusch deutlich angestiegen sei.

Mit der Erweiterung der Autobahn um zwei Fahrspuren auf einem Streckenabschnitt von rund fünf Kilometern — der Großteil davon verläuft auf der Stadtgrenze zwischen Meerbusch und Krefeld — möchte die Nachbarstadt auch den Verkehrsfluss in ihrem wachsenden Gewerbegebiet Fichtenhain sichern. Vor wenigen Jahren errichtete dort der Discounter Netto ein großes Warenlager. Schon bald soll sich mit dem dänischen Unternehmen DSV ein weiterer Logistiker dort niederlassen.

Die Stadt Krefeld ist nicht die einzige Kommune, die sich den sechsspurigen Ausbau der A44 wünscht: Auch die Städte Mönchengladbach und Willich fordern einen sechsspurigen Ausbau der Autobahn auf ihrem Gebiet.

Schon jetzt ist klar: Der A 44-Ausbau wird nicht sofort kommen. Mit einer Beschluss- und Planungszeit von mindestens zehn bis 15 Jahren ist zu rechnen. Priorität hat beim Bund derzeit der sechsspurige Ausbau der A 57 vom Autobahnkreuz Meerbusch bis zum Autobahnkreuz Kamp Lintfort, der Hauptverkehrsachse am Linken Niederrhein.

Dennoch will die Krefelder Verwaltung schon jetzt absichern, dass die Autobahn A44 auch dem erwarteten Verkehrsfluss in Jahrzehnten noch standhält. Ein Argument, das bei Meerbuschs CDU-Fraktionsvorsitzendem Werner Damblon Gehör findet. "Wenn die Verkehrsströme zunehmen, muss man darauf reagieren", sagt er. "Wir können den Autofahrern ja nicht verbieten, die Autobahn zu benutzen." Ein Großteil der Trasse betreffe Meerbusch nur am Rande. Allerdings komme im Idealfall bei einem sechsstreifigen Ausbau ein besserer Lärmschutz für Anwohner heraus. Stimmt der Regionalrat, in dem kein stimmberechtigtes Mitglied aus Meerbusch vertreten ist, dem Ausbauwunsch zu, wird der Regionalplan das Projekt an das Land NRW weiterleiten. Von dort geht das Vorhaben an den Bund, das es in den künftigen Bundesverkehrswegeplan einpflegt.

(RP/ila)