45-Jähriger aus Meerbusch wegen schwerer Brandstiftung angeklagt

Prozessbeginn : 45-jähriger Meerbuscher wegen schwerer Brandstiftung vor Gericht

Der Mann soll ein leerstehendes Ladenlokal in Düsseldorf angezündet haben. Zur Tatzeit schliefen in dem Wohn- und Geschäftshaus mehrere Menschen.

(ena) Wegen schwerer Brandstiftung steht ab Mittwoch, 12. Juni, ein Meerbuscher mit türkischer Staatsangehörigkeit vor dem Landgericht Düsseldorf. Vorerst sind vier Verhandlungstage angesetzt.

Dem 45-Jährigen wird vorgeworfen, in den frühen Morgenstunden des 5. März 2018 an vier Stellen in den Räumen eines ungenutzten Ladenlokals im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Düsseldorfer Münsterstraße 165 Feuer gelegt zu haben. Das Ladenlokal war damals komplett ausgebrannt. Zu diesem Zeitpunkt war der Meerbuscher auch der Pächter des Kiosk.

 Zur Brandzeit gegen 1.20 Uhr in jener Nacht schliefen mehrere Personen in dem Wohnhaus. Das sei dem Angeklagten auch bewusst gewesen, heißt es in der Anklage. Lediglich dem schnellen Eingreifen der Düsseldorfer Feuerwehr sei es zu verdanken gewesen, dass die Flammen nicht auch auf die Wohnungen im ersten Obergeschoss des Hauses übergreifen konnten. Sechs Personen hatten sich bereits vor Eintreffen der Feuerwehr selbst ins Freie retten können, vier weitere wurden von den Einsatzkräften aus dem Gebäude gerettet. Sämtliche Bewohner blieben bei dem Brand unverletzt. Die Feuerwehr war damals mit insgesamt 40 Rettungskräften und 14 Fahrzeugen vor Ort.

Der Schaden an dem Gebäude war enorm, erste Schätzungen lagen bei rund 150.000 Euro. Vor dem Haus lagen Glassplitter, ebenso auf dem gegenüberliegnden Gehweg, auf sämtlichen sechs Fahrstreifen und auf den Bahngleisen. Ein Anwohner hatte damals berichtet, er sei von einem lauten Knall aus dem Schlaf gerissen worden.

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