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37-jähriger Meerbuscher freigesprochen - Verlobte verweigert Aussage

Amtsgericht Neuss : Meerbuscher Unternehmer vom Vorwurf der Körperverletzung freigesprochen

Der 37-Jährige soll im Oktober 2019 seine Freundin in Meerbusch attackiert und schwer verletzt haben. Jetzt sind die beiden verlobt, sodass sie vor Gericht die Aussage verweigerte.

Meerbusch (mape) Die Vorwürfe waren heftig, am Ende steht jedoch ein Freispruch: Ohne Verurteilung ist am Amtsgericht Neuss der Prozess gegen einen Taxi-Unternehmer aus Meerbusch zu Ende gegangen. Der 37-Jährige soll im Oktober 2019 seine Freundin in Meerbusch attackiert und schwer verletzt haben. Jetzt sind die beiden verlobt, sodass sie vor Gericht die Aussage verweigerte.

„Ohne die Aussage des Opfers war keine Verurteilung möglich, somit wurde der Angeklagte freigesprochen“, erklärte Kay-Uwe Krüger, Sprecher am Amtsgericht Neuss. Der Prozess gegen den Firmenchef, der zahlreiche Fahrzeuge in Grevenbroich, Meerbusch und Düsseldorf zu seiner Flotte zählt, hatte eigentlich schon im Februar begonnen. Damals waren aber weder die angeblich verprügelte Frau noch ein beteiligter Polizist als Zeugen erschienen. Am Donnerstag dann erklärte das vermeintliche Opfer im Prozess, sie und der Angeklagte seien wieder „ein Paar“. Man sei verlobt, deshalb wolle sie auch die Aussage verweigern.

Laut Ermittlungen hatte sie bei der Auseinandersetzung im Oktober 2019 eine blutende Kopf-Wunde erlitten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Düsseldorf war der Angeklagte mit Schlägen und Tritten auf die Frau losgegangen, auch soll ein Holzbügel als Schlagwerkzeug zum Einsatz gekommen sein. Angeblich soll er noch auf sie eingeprügelt haben, als sie bereits am Boden lag. Dennoch hielt die Frau letztlich an ihrem Aussageverweigerungsrecht fest – somit konnte der Angeklagte das Gericht als freier Mann verlassen. Andere Augenzeugen gab es nicht, letztlich konnte dem 37-Jährigen kein Verschulden nachgewiesen werden.

(mape)