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37-Jähriger aus Meerbusch soll seine Lebensgefährtin verprügelt haben

Meerbuscher (37) steht vor Gericht : Prozess um blutiges Beziehungsdrama geplatzt

Ein 37-jähriger Meerbuscher soll seine ehemalige Lebensgefährtin im Oktober 2019 geschlagen und getreten haben. Das Opfer erlitt dadurch laut Ermittlungen blutige Kopfverletzungen. Nun soll das Verfahren am 11. März neu aufgerollt werden.

Am Neusser Amtsgericht ist am Dienstag das Verfahren um ein angeblich blutiges Beziehungsdrama in Meerbusch nach nur wenigen Minuten geplatzt. Der Grund: Weder das Opfer noch beteiligte Polizeibeamte waren als Zeugen erschienen. Jetzt soll der Prozess Mitte März neu aufgerollt werden.

Ein 37-jähriger Meerbuscher hätte sich eigentlich wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten sollen. Während er und seine Verteidigerin aufgrund einer Verzögerung des vorherigen Verfahrens eine Stunde auf den Beginn gewartet hatten, tauchten das vermeintliche Opfer und auch Polizeibeamte als Zeugen gar nicht erst auf. Verteidigerin Esther Boos beantragte daraufhin in einem Rechtsgespräch die Einstellung des Verfahrens. Damit war allerdings der zuständige Staatsanwalt nicht einverstanden. Zu gravierend waren wohl die Vorwürfe gegen den 37-Jährigen.

Er soll seine ehemalige Lebensgefährtin im Oktober 2019 geschlagen und getreten haben. Als das Opfer am Boden lag, soll er obendrein noch mit einem Holzbügel auf die Frau eingedroschen haben. Das Opfer erlitt dadurch laut Ermittlungen blutige Kopfverletzungen.

Nun soll das Verfahren am 11. März neu aufgerollt werden. Unklar ist, ob die Frau aufgrund ihres unentschuldigten Fehlens als Zeugin vor Gericht noch eine Geldbuße bekommt. Notfalls soll sie zum neuen Prozesstermin mit Hilfe der Polizei ins Gericht gebracht werden.