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Meerbusch: 3,9 Millionen vom Bund

Meerbusch : 3,9 Millionen vom Bund

Punktlandung beim Konjunkturpaket II: Meerbusch hat 98,6 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel abgerufen und ausgegeben. Lediglich 53 700 Euro (1,37 Prozent) blieben übrig. Vor allem Schulen profitierten.

hat vom Konjunkturpaket II von Bund und Land erheblich profitiert. Die Kommune hatte rechnerisch ein Anrecht auf 3,91 Millionen Euro Fördermittel. Abgerufen wurden 3,86 Millionen Euro. Das entspricht 98,63 Prozent. Fast eine Punktlandung. Lediglich der Anspruch auf 53 767 Euro verfiel (1,37 Prozent). Der Löwenanteil lag mit 2,93 Millionen Euro auf Investitionen in die Bildungsinfrastruktur. Das heißt konkret Schulsanierungen. Der Rest (933 000 Euro) wurde für Infrastrukturmaßnahmen ausgegeben (etwa Wirtschaftswegebau und DSL-Erweiterung).

Planungsdezernent Dr. Just Gérard ist mit diesen Ergebnissen sehr zufrieden. Er stellt sie am 9. Februar im Hauptausschuss vor (17 Uhr, Dr.-Franz-Schütz-Platz). Wegen seiner starken Finanzkraft bekam Meerbusch weniger als andere 55 000-Einwohner-Städte wie etwa Ahlen/Westfalen, das 2,2 Millionen Euro mehr einstrich.

Die Nachrichten vom Konjunkturpaket II erreichten die Stadt Anfang 2009. Dies war eine Zeit, als die zuständigen Mitarbeiter durch den Bau von Mediothek Büderich, Bürgerhaus Lank und Baubetriebshof Strümp und die Planung der Sportlerumkleiden Lank-Latum und Strümp und des Feuerwehrgerätehauses Langst-Kierst bereits stark ausgelastet waren. Innerhalb der folgenden 18 Monate wurden 23 Projekte zusätzlich abgewickelt.

Fast ein Drittel des Geldes (1,22 Millionen, das entspricht 31,6 Prozent) floss ins Meerbusch-Gymnasium: Für 476 000 Euro wurden Fenster und Türen der Strümper Schule saniert, für 394 000 Euro der Heizkessel erneuert. Für 354 000 Euro gab es runderneuerte Pausentoiletten.

681 000 Euro flossen ins Büdericher Mataré-Gymnasium. Die Fenster wurden ausgetauscht, WCs und Duschräume saniert. Die Adam-Riese-Grundschule bekam einen neuen Heizkessel für 267 000 Euro und neue Fenster (170 000 Euro). Auch die Realschüler können mittlerweile aus Konjunkturmitteln finanzierte neue Toiletten aufsuchen (231 000 Euro).

Bei den Infrastrukturprojekten wurden 367 000 Euro für die Verlegung von DSL-Kabeln nach Bösinghoven und in die Rheingemeinden ausgegeben. 230 000 Euro flossen in den Wirtschaftswege-Bau, 136 000 Euro in die Erneuerung von Straßenleuchten. Auch für den Einbau von Aufzügen in den Verwaltungsgebäuden am Schütz-Platz, an der Wittenberger Straße und im Büdericher Standesamt gab es Bundesmittel: insgesamt 152 000 Euro.

Die durch das Konjunkturprogramm generierte Nachfrage führte naturgemäß zu Preissteigerungen bei den ausführenden Firmen. Das hatte zur Folge, dass kein Bundesgeld mehr für die Sanierung der Toiletten von Brüder Grimm-, Erwin-Heerich- und Theodor-Fliedner-Grundschule da war. Diese Maßnahmen wurden dann aus städtischen Mitteln bezahlt. Insgesamt konnte die Kommune viele Sanierungen vorziehen, für die nun nicht mehr das Meerbuscher Stadtsäckel aufkommen muss. Kommentar

(RP)