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28 neue Bäume fürs Meerbuscher Bürgerwäldchen

Bürgerwäldchen in Büdericgh : Bäume, von Bürgern gespendet

Im Bürgerwäldchen Am Hülsenbusch wurden wieder 28 Laubbäume gepflanzt. Auf 21.000 Quadratmeter entsteht seit 2014 eine gemischte Waldgesellschaft. Gepflanzt werden neben Rot- und Hainbuchen auch Eichen und Vogelkirschen.

Die Anlässe sind vielfältig. Eine Hochzeit, die Geburt des Enkels, runde Geburtstage oder einfach nur ein Dankeschön – einen Baum als Erinnerung zu schenken und gleichzeitig etwas für die Natur zu tun, ist sehr beliebt. „Die Nachfrage ist groß und unsere Warteliste lang“, so Dana Frey, Stabsstellenleiterin Dezernat Umwelt und Klimaschutz. Sie begleitet das Projekt rund um die fünf Meerbuscher Bürgerwäldchen: „Dort wurden bisher 1230 Laub- und Obstbäume gepflanzt.“ Jetzt kamen im Rahmen der insgesamt 37 Pflanzungen – die erste fand im Frühjahr 1998 statt – im Bürgerwäldchen Am Hülsenbusch 28 Rot- und Hainbuchen, Winterlinden und Vogelkirschen dazu. „So können wir den Ruf als Stadt im Grünen untermauern“, sagt Michael Assenmacher. Als Technischer Beigeordneter ist er auch für Umweltbelange zuständig: „Der Rhein-Keis Neuss gilt als waldarm.“

Das wollen auch die Spender ändern, die am Hülsenbusch Urkunde, Lageplan und Nummernanhänger für den Baum in Empfang nahmen. Nach dem offiziellen Teil mit Sekttaufe machte sich auch Ralf Altenberg mit seinem Patenkind Carla (7) und Oma Christa auf der Streuobstwiese auf die Suche nach der jungen Rotbuche mit der Nummer 172. „Carla hat sich schon immer einen Baum gewünscht“, erzählt Oma Christa und freut sich, dass ihre Enkelin und Enkel Gustav (10) jetzt den Bäumen „beim Wachsen zusehen können.“ Ähnliche Gedanken haben Waltraud und Heribert Wicken. Sie wohnen seit 45 Jahren in Meerbusch, und ihre Enkel Julian (4) und Paulina (6) wachsen hier auf: „Außerdem wollen wir etwas für die CO2-Bilanz tun. Es ist eine gute Sache, die die Stadt Meerbusch mit den Spenderbäumen initiiert.“

Der Nachhaltigkeitsgedanke spielt ohnehin eine große Rolle. Die jungen Bäume sollen auch  die Insekten-Artenvielfalt  beleben. „Es soll mehr Grün geben, das wollen wir weiter forcieren“, so Michael Assenmacher. Mit dem Pflanzen der Bäume wollen die Spender unter anderem auch die verstorbenen Eltern würdigen oder an die „große und ewige Liebe“ erinnern. Die Winterlinde aber, die Familie Pereira-Holzammer gepflanzt hat, ist ein „Geschwisterbaum“ für ihre Kinder Martha (4) und Bruno (2 ½). Annika Pereira-Holzammer erklärt: „Hier verläuft meine Reitstrecke. Ich freue mich immer über die jungen Bäume. Wir möchten zum Aufforsten des Bürgerwäldchens etwas beitragen.“

Peter Vossen, Osterather Unternehmer hat gleich drei Bäume gespendet. Die Hain- und Rotbuchen stehen für die Hochzeit der Tochter, die Geburt des Enkelkindes und das 30-jährige Bestehen seines Osterather Unternehmens.