Meerbusch: 2700 Einwände gegen Netzausbau

Meerbusch: 2700 Einwände gegen Netzausbau

Bereits nächsten Monat soll der Deutsche Bundestag den Gesetzentwurf zum Bundesbedarfsplan Strom behandeln.

In Meerbusch wird gebannt verfolgt, ob in dem Plan auch der Konverter verzeichnet sein wird, für den der Netzbetreiber Amprion Osterath als einzig möglichen Standort bezeichnet hat.

Die Konverterstation soll eine Grundfläche von 100 000 Quadratmetern haben; die Konverterhalle 200 Meter lang und 100 Meter breit werden — und bis zu 20 Meter hoch. Zahlreiche Meerbuscher hatten bei der Bundesnetzagentur eine Stellungnahme gegen den Konverterbau eingereicht. Auch eine Bürgerinitiative, Verwaltung und Ratsfraktionen hatten eine Stellungnahme abgeschickt. Wie die Bundesbehörde mitteilte, sind bundesweit insgesamt 2700 Stellungnahmen eingegangen.

Wie viele Einwendungen aus Meerbusch kamen, konnte die Behörde gestern auf Anfrage nicht mitteilen. Besonders hoch sei aber die Zahl der Stellungnahmen aus Gegenden, in denen die räumlichen Vorstellungen der Übertragungsnetzbetreiber schon relativ konkret sind. Inhaltlich betreffe ein großer Teil der Stellungnahmen das Risiko eines Wertverlusts von Immobilien in der Nachbarschaft neuer Trassen, erklärte ein Sprecher.

Die Bundesnetzagentur will jetzt anhand der Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung und der eigenen Prüfungen den Netzentwicklungsplan überarbeiten und dann schnellstmöglich der Bundesregierung als Entwurf für einen Bundesbedarfsplan vorlegen.

(mrö)
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