Meerbuscher Meerbad: 22.000 Besucher in hundert Tagen

Meerbuscher Meerbad: 22.000 Besucher in hundert Tagen

Seit drei Monaten hat das Meerbad wieder geöffnet. Die erste Bilanz fällt positiv aus. Doch die Arbeiten sind längst nicht abgeschlossen.

In Büderich gibt es seit hundert Tagen wieder ein Hallenbad. Seitdem sind an der Friedenstraße 21 schon viele Schwimmer ins Wasser gesprungen: Insgesamt 22.000 Menschen haben das Meerbad seit der Wiedereröffnung im Oktober besucht, verkündete der Sportreferent der Stadt Meerbusch, Stephan Benninghoven. "Damit sind wir da, wo wir vor der Renovierung waren." Die Stadt ist zufrieden, das Ziel ist damit aber noch nicht erreicht. Die Verwaltung hatte sich einen Anstieg der Besucherzahlen erhofft: Mit 105.000 Besuchern pro Jahr, mindestens 8000 mehr als vor der Neugestaltung, hatte sie gerechnet. Betriebsleiter Willi Jentges geht davon aus, dass das noch kommt: "In der Zeit, als wir geschlossen hatten, sind die Meerbuscher auf umliegende Schwimmbäder ausgewichen. Die Leute muss man zurückgewinnen."

Viele Besucher kommen bereits wieder regelmäßig ins Bad. Sei es zum individuellen Bahnenziehen, Vereinsunterricht, Schulschwimmen oder Fitnesskursen wie Aqua Cycling. Zwischen 14 und 15 Uhr sei im Bad erfahrungsgemäß am meisten los, erklärt Jentges. Aber auch ab 6.30 Uhr morgens gebe es ein Stammpublikum. Susanne Nießen aus Strümp kommt mindestens einmal pro Woche ins Hallenbad. "Ich bin total begeistert. Es ist von der Optik her ein Traum", sagt sie. Durch weitere Kurse und gezieltes Marketing will die Stadt nun noch mehr Menschen für das Meerbad begeistern.

Susanne Nießen ist Stammgast im Meerbad. Foto: Karrasch

Von Dezember 2015 bis September 2017 war das Bad für unterm Strich sechs Millionen Euro renoviert und umgebaut worden. Mit modernster Wasseraufbereitung und Wärmedämmung, neuem Namen und einer einladenden, hellen Atmosphäre ist es nun wieder auf dem neuesten Stand. Durch einen Schwimmbecken-Lift, einen Duschpflegerollstuhl und barrierefreie, große Umkleiden und Duschen ist es außerdem vollkommen behindertengerecht.

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Mit einem Blockheizkraftwerk wird im Meerbad ein Teil des Stroms selbst produziert. Dadurch gelinge es, etwa 60 Prozent des Strom- und des Heizenergiebedarfs im Vergleich zu früher einzusparen, erklärt Claus Klein, Leiter Service Immobilien der Stadt Meerbusch. "Wir versuchen, im laufenden Betrieb möglichst wenig defizitär zu arbeiten." Dabei helfen auch die gesteigerten Mieteinnahmen durch den Physiotherapie-Bereich und den Friseur, die sich mit dem Hallenbad unter einem Dach befinden. Die Mietflächen waren bei der Sanierung ausgeweitet worden.

Claus Klein, Leiter Service Immobilien bei der Stadt Meerbusch, mit Meerbad-Betriebsleiter Willi Jentges und Sportreferent Stephan Benninghoven (v.l.). Foto: Tanja Karrasch

Doch auch wenn Besucher das Hallenbad schon wieder ohne Einschränkungen nutzen können, gibt es noch einiges zutun: Ein Stück der Fassade muss noch angebracht werden, die Programmierung des Bades muss optimiert werden, vor Weihnachten machte bereits der neue Heizkessel Probleme. "Da haben wir noch drei bis vier Monate Arbeit vor uns", sagt Claus Klein.

(tak)