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Meerbusch: 11.11.11: Zwei trauen sich

Meerbusch : 11.11.11: Zwei trauen sich

Dem närrischen Trautermin 11.11.11 blickt Gabriele Höfges (50) gelassen entgegen. "Bis jetzt haben wir erst einen Termin geblockt", sagt sie. Und das sehr frühzeitig. Anderthalb Jahre vor dem Datum.

"Wir reservieren Wunschtermine", sagt die Fünfzigjährige. Festgemacht werden kann das Datum erst ein halbes Jahr vor der Trauung. Denn erst dann können die Unterlagen geprüft werden.

Noch haben sich keine weiteren Heiratswilligen für den 11.11.11 verbindlich gemeldet. "Es gab zwar einige Anfragen. Doch alle wollten auch die Uhrzeit 11.11 Uhr mitbuchen." Diese Anfragen kamen zu spät. Höfges geht davon aus, dass sich kurz vor dem Termin noch Heiratswillige melden, wenn etwa die umliegenden Standesämter ausgebucht sind.

Vier Standesbeamte arbeiten im Büdericher Amt. "Wir rechnen immer zwei pro Trauung, einer, der die Gäste begleitet, einer, der die Zeremonie vollzieht", erläutert Höfges. "Zwischen den Trauungen lassen wir eine Dreiviertelstunde frei, damit das Hochzeitspaar nebst seinen Gästen in Ruhe ankommen, fotografieren oder anschließend mit einem Sekt anstoßen kann."

Das historische Gebäude am Alten Kirchweg in Büderich bietet dazu Gelegenheit. "Wir sind hier nicht Teil eines tristen Verwaltungshauses", beschreibt Höfges die Vorzüge des Standorts. "In diesem Haus ist nur das Standesamt untergebracht. Das Ambiente ist angenehm und beliebt."

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Das Haus am Alten Kirchweg 57 stammt aus dem Jahr 1823. Dort war die Dorfschule untergebracht. Im Hof, der heute auch zum Feiern genutzt werden kann, ist das alte Toilettengebäude aus Backsteinen noch zu sehen. Auch die Polizei hatte eine Wachstube in dem denkmalgeschützten Haus. Mitte des vergangenen Jahrhunderts zog die Schule aus.

Das Gebäude diente anschließend einer sozialschwachen Familie als Heim, die Volkszählungsstelle wurde dort in den achtziger Jahren untergebracht. Auch als Galerie wurde es genutzt, bevor 1992 das Standesamt einzog.

Weitere Wunschtermine hat Höfges, die seit 25 Jahren als Standesbeamtin in Meerbusch arbeitet, in diesem Jahr nicht gesichtet. Der wegen der Zahlenfolge infrage kommende 9.10.11 fällt auf einen Sonntag, ebenso der 20.11.2011. "Deshalb bieten wir diese Termine nicht an", so Höfges. Klassisch gut gebucht seien der Mai und die folgenden Monate. "Die meisten Menschen bevorzugen für ihre Trauung den Sommer."

Allerdings habe sich der Dezember auch zum Heiratsmonat gemausert. "Dann sind die Familien mit Blick auf Weihnachten ohnehin zusammen", erklärt sie. Auch zwischen Weihnachten und Neujahr sei der Traukalender inzwischen gut gefüllt. Im Januar hat sie bislang nur drei Trauungen vollzogen. Im Februar werden es lediglich fünf sein.

(RP)