1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: 1000 Fußballspieler am Eisenbrand

Meerbusch : 1000 Fußballspieler am Eisenbrand

100 Mannschaften traten am Wochenende beim U13-Cup in Büderich an. Fortuna-Düsseldorf-Profi Jens Langeneke gab den Nachwuchsspielern Tipps zum Elfmeterversenken. Schade: Der Vorjahressieger, die D1-Jugend des FC Büderich, konnte den Titel nicht verteidigen.

Büderich Das Turnier ist einer der größten Jugend-Fußball-Wettkämpfe in Deutschland — und wurde jetzt erneut in Büderich ausgerichtet. Weit mehr als 1000 Spieler aus NRW und Rheinland-Pfalz nahmen am U13-Cup der Provinzial Rheinland Versicherung teil. Auf dem Gelände des Büdericher Sportparks Am Eisenbrand traten 100 Mannschaften gegeneinander an.

Die Kicker des SSV Strümp in rot im Spiel gegen die Mannschaft der SG Holzheim. Mit 2:0 setzte sich die D-Jugend unter der Leitung der Trainer Dirk Birgels und Oliver Schrauder durch. Foto: Ulli Dackweiler

Zwei Teams hielten dabei für Meerbusch die Fahne nach oben: die Jungs vom SSV Strümp und vom FC Büderich. "Klar wollen wir hier gewinnen", sagten Niclas Thul (11), Moritz Awe (12) und Florian Unger (12) vom SSV Strümp. Die D-Jugend unter Leitung der Trainer Dirk Birgels und Oliver Schrauder gab ihr Bestes, um sich noch vor die D1-Jugend des FC Büderich zu setzen. "Wir sind der Vorjahressieger", sagte Thomas Kleinow, D1-Trainer des FC Büderich.

Neu formierte Büdericher

Für die Strümper sah es dabei in der Vorrunde nach zwei Spielen gar nicht so schlecht aus. Mit einem 2:0-Sieg gegen die Mannschaft des SG Holzheim und einem Unentschieden gegen den VfR Marienfeld boten die Strümper der Konkurrenz ordentlich Paroli. "Wir sind allerdings ein wenig sauer", sagte Dirk Birgels. Das Unentschieden sei aus ihrer Sicht irregulär gewesen. Da die Marienfelder zu spät zum Spiel erschienen waren, habe die Partie lediglich fünf Minuten gedauert.

Und auch die Büdericher konnten nicht ganz an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Direkt zu Anfang kassierten die Meerbuscher Jungs zwei Niederlagen. "Unsere Truppe ist gerade erst neu formiert. Das kann man niemanden übel nehmen", sagte Coach Thomas Kleinow. Für den Turniersieg reichte es am Ende tatsächlich nicht. Den sicherte sich der SV Waldfeucht-Bocket. Platz zwei ging an den TuS Wickrath, Dritter wurden das Team von SG 99 Andernach.

Doch für einen Ausgleich und für die Nervenberuhigung hatte die Versicherung schon während des Turniers gesorgt: Mit Jens Langeneke schaute ein bekannter Spieler von Fortuna Düsseldorf vorbei. "Ich habe mir seine Unterschrift auf meinen Schuh geben lassen", sagte Niclas Thul voller Stolz. Und dabei hatte der Fortuna-Profi ordentlich was zu tun. Mehr als eine Stunde signierte der Bundesliga-Spieler alles, was die Jungs und Mädels im hinhielten. Tipps gab er auch noch gratis dazu. Wie man einen Elfmeter richtig schieße, wollte der Kicker-Nachwuchs wissen. "Es klingt jetzt recht einfach", sagte Langeneke. "Ihr müsst ruhig zum Punkt gehen und einfach treffen." Im Anschluss an seinen Auftritt musste der Fortune schnell weiter. "Wir haben nachher ein Spiel in Rath gegen Wersten", so Langeneke — 16:0 gewann die Fortuna.

Moderiert wurde der Tag von Reporterlegende Manni Breuckmann und Sky-Kommentator Thomas Wagner. Langeneke nahm für die Elfmeter-Stiftung gemeinsam mit dem Stiftungsvorsitzenden Michael Weichler einen Scheck in Höhe von 5000 Euro an. Dabei machte Langeneke allen Anwesenden eines klar: "Fußball ist völlig zweitrangig, wenn Du nicht gesund bist."

(RP)