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Wiesdorf: Zum vierten Mal geadelt: Klaus Bach ist wieder Schützenkaiser

Wiesdorf : Zum vierten Mal geadelt: Klaus Bach ist wieder Schützenkaiser

Der Kaiservogel fiel beim 73. Schuss. Der des Tellkönigs erst beim 611. Bis dahin dauerte der Wettbewerb der St. Sebastianer-Schützen Wiesdorf neun Stunden.

Zum vierten Mal hat Klaus Bach am Sonntag den Titel als Schützenkaiser geholt und sich gegen acht Mitbewerber durchgesetzt. Zum ersten Mal trug er die Königskrone vor 25 Jahren, zum letzten Mal die Kaiserkrone vor zehn Jahren. Genau 73 Schuss waren nötig, bis der Vogel beim Treffer des 62-jährigen Elektroingenieurs der Firma Hennecken fiel, als die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Wiesdorf um den Königsvogel wetteiferte. Seit 1971 ist Bach Vereinsmitglied, seit 30 Jahren fungiert der alleinerziehende Vater als Schatzmeister. Neben dem Schützenverein widmet er sich am liebsten der Fotografie.

Einen vermutlich deutschlandweiten Vereinsrekord stellte Tellkönig Franz Elbing (67) auf. Erst nach einem fast neun Stunden dauernden Wettbewerb und mit dem 611. Schuss gelang es dem Pensionär, den Holzvogel von der Stange zu holen. Der sechsstündige Wettbewerb wurde am Samstag wegen Dunkelheit abgebrochen, ehe er am nächsten Tag fortgesetzt wurde. Präsident Walter Endlein nimmt an, dass der besonders dünne Holzvogel diese immensen Schwierigkeiten bereitet hat. Das Holz konnte sich nicht wie üblich spalten, stattdessen durchschlug jeder Schuss  das Holz.

Weil Pfarrer und Schützen-Präses Ralf Hirsch derzeit außer Dienst gestellt ist, musste die Krönung in der Sankt-Antonius-Kirche ein anderer Geistlicher übernehmen. Die Schützen erfuhren die Neuigkeit beim Gottesdienst am Sonntag und waren entsetzt. Denn eigentlich sollte Ralf Hirsch bis zum Ende seiner offiziellen Amtszeit am 31. August und bis zu seiner offiziellen Verabschiedung am 21. Juli, um 18.30 Uhr in der Wiesdorfer Kirche Herz Jesu Kirche, noch im Amt bleiben. Schützen-Präsident Rainer Endlein betonte deshalb: „Die Schützen und ich sind sehr traurig, dass wir einen fähigen Pfarrer verlieren.“