Leverkusen: Zukunftsperspektiven für Schüler

Leverkusen: Zukunftsperspektiven für Schüler

Hochschulen und Firmen stellen sich auf der Rotary Berufsinformation vor.

Gestern konnten sich die Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums und von mehreren weiterführenden Schulen in Leverkusen bereits zum fünften Mal über diverse Studien- und Berufsangebote informieren. In den Räumen des Gymnasiums stellten Referenten mehr als 40 verschiedene Berufsfelder vor.

Seit 2014 initiieren die Rotary Clubs Leverkusen und Leverkusen-Opladen den Infotag, um Schülern bei ihrer Studiums- oder Ausbildungswahl zu unterstützen. Mit Erfolg: Im ersten Jahr nahmen ungefähr 200 Schüler an der Berufsinfo teil. Mittlerweile sind es rund doppelt so viele. Fast die Hälfte kommt aus den Nachbarschulen wie dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, zwei Gesamtschulen und den Berufskollegs. Andere Schulen verzichteten darauf, ihre Schüler zu der kleinen Messe zu schicken. "Das finde ich eher kontraproduktiv", sagte Bernd von der Linden vom Rotary-Club Leverkusen. Die Berufsinfomesse solle dafür da sein, den Schülern eine Zukunftsperspektive aufzuzeigen. Die Berufsvorträge richten sich in erster Linie an die elfte und 12. Klasse. "Aber die exotischen Fächer sind teils schwer mit Referenten zu besetzen", merkte Schulleiterin Claudia Bensen an. "Exotisch" sei etwa der Bereich Sicherheitstechnik.

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Zum ersten Mal nahm auch eine ehemalige Schülerin des Werner-Heisenberg-Gymnasiums als Referentin teil. Sie hatte sich 2014 bei der ersten Berufsinformation einen Vortrag zur Banklehre angehört und entschloss sich daraufhin kurzerhand für eine Ausbildung bei der damaligen Volksbank Rhein-Wupper. "Das zeigt, dass es auch für Unternehmen lohnenswert ist, sich hier vorzustellen", betonte Bensen. Für die Rheinische Post waren Redakteurin Ludmilla Hauser und Praktikantin Jana Eggemann vor Ort und stellten Schülern den Berufsalltag eines Journalisten vor.

In der Aula hatten verschiedene Hochschulen, staatliche Institutionen und Wirtschaftsunternehmen ihre Stände aufgebaut. Zum ersten Mal war die Initiative "Arbeiterkind.de" dabei. Sie setzt sich für Erststudierende in einer Familie ein und versucht, auch bei familiären Konflikten Hilfestellung zu geben. Neben den Berufsvorträgen gab es weitere Übersichtsvorträge für die Schüler. Trotzdem machte sich die Grippewelle bemerkbar. Drei Referenten mussten krankheitsbedingt absagen - so musste unter anderem die Premiere des Vortrags über Zahnmedizin ausfallen.

(RP)