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Zoll und Staatsanwaltschaft lassen Häuser in Leverkusen durchsuchen

Zoll und Staatsanwaltschaft : Durchsuchung in Leverkusen wegen Geldwäsche

In etlichen Städten, so auch in Leverkusen wurden Häuser durchsucht. Die Behörden sind einer Gruppierung von Geldwäschern auf der Spur.

Seit den frühen Mittwochmorgenstunden durchsuchten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln mehr als 600 Beamte des Zollfahndungsamtes Essen – unterstützt durch die Bundespolizei, das Landeskriminalamt NRW, mehrere Hauptzollämter  und Zollfahndungsämter bundesweit 37 Objekte, darunter auch in Leverkusen.

„Dabei konnten acht Tatverdächtige festgenommen und 20 Arrestbeschlüsse in Immobilien und Mobilien vollstreckt werden“, melden Staatsanwaltschaft und Zoll. 

Es geht um das Betreiben eines unerlaubten Finanztransfersystems, gewerbs- und bandenmäßige Geldwäsche und schweren Betrug. Die Täter sollen dazu an verschiedenen Stellen im Land „mutmaßlich inkriminierte Gelder“ entgegengenommen haben. mit diesen sollte Edelmetall, hauptsächlich Gold, gekauft werden, „das anschließend durch Kuriere der vom Logistikbereich der Gruppierung betriebenen Firmen mit augenscheinlich legalen Papieren von Deutschland in die Türkei ausgeführt werden sollte“. In der Türkei werde durch den Wiederverkauf wiederum Bargeld für entsprechenden Auszahlungen generiert.

Wie viele Häuser in Leverkusen durchsucht wurden und ob Leverkusener festgenommen wurden, sagt die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

(LH)