Leverkusen: Zielsichereres Hobby bei den Sportschützen Manfort

Leverkusen: Zielsichereres Hobby bei den Sportschützen Manfort

Sie sind nicht viele, doch sie lieben ihr recht außergewöhnliches Hobby: die Sportschützen aus Leverkusen-Manfort. Auf ihrer Anlage schießen die gut 20 Mitglieder unter anderem auch mit scharfer Munition - Waffen kosten zwischen 2500 und 3000 Euro.

Bis der Besitz ganz offiziell erlaubt ist, vergeht jedoch über ein Jahr.

Das Luftgewehr fest im Griff und die kleinen Zielscheiben aus Papier fest im Visier - das ist für Gudrun Koch die beste Möglichkeit sich zu erholen und einen Nachmittag zu verbringen. Die 73-Jährige zog es am vergangenen Samstag beim Familienfest der Sportschützen wieder auf die Schießanlage am Hemmelrather Weg. "Mein Mann war auch im Verein - wir haben einmal in der Woche geschossen. Auch den Vogel habe ich mal geholt", erzählt sie. Dass die Dame Talent und viel Erfahrung hat, ist unverkennbar. Von 50 möglichen Ringen aus fünf Schuss trifft Koch 45 - davon zweimal die Zehn. "Ich bin ganz zufrieden", sagt sie lächelnd.

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In den USA sind diese Art Übungen vielerorts normal, hierzulande wiederum eher selten. Erst mit zwölf Jahren ist es Kindern gestattet, mit dem Luftgewehr zu schießen. Selbst bei Erwachsenen ist immer eine Aufsicht mit in der Halle. Dass diese Bestimmungen im Verein auch immer eingehalten werden, ist Achim Bondorf wichtig. 1974 stieg er bei der Schützenbruderschaft des Sankt Sebastianus ein. Als diese sich auflösten, blieb er Mitglieder bei den sich gründenden Sportschützen. Nun ist der 65-Jährige Vorsitzender. "Deutschland hat strenge Gesetze", betont er. Und erzählt, was es benötige, um eine Kleinkaliberwaffe besitzen zu dürfen: Vereinsmitgliedschaft, Schießbuch führen, Prüfung abgelegen. Darüber hinaus prüft die Polizei das Führungszeugnis. Insgesamt vier Luftgewehre und vier Kleinkaliber besitzt der Verein zum Leihen.

(brü)
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