1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Zaun soll Schulgelände schützen

Dank an Wohnungsunternehmen : Zaun soll Schulgelände vor Vandalismus schützen

Die Grundschule an der Heinrich-Lübke-Straße war im vergangenen Sommer Schauplatz von Vandalismus. Nun soll ein neuer Zaun des Wohnungsunternehmens Vonovia ums Schulgelände Abhilfe schaffen.

Die Zeiten des Vandalismus an der Gemeinschaftsgrundschule an der Heinrich-Lübke-Straße sollen der Vergangenheit angehören. Das ist nicht nur der Wunsch von Schulleiterin Bianca Menzel. Um das Schulgelände sicherer zu gestalten, hat das Wohnungsunternehmen Vonovia gemeinsam mit der Stadt Leverkusen eine Zaunanlage um den Schulhof errichtet. Dadurch wird das Schulgelände eindeutig von den umliegenden Grundstücken abgegrenzt. Da diese Grundstücke und Liegenschaften zu Vonovia gehören, sah sich das Unternehmen in der Pflicht, aktiv zu werden.

Oberbürgermeister Uwe Richrath  begrüßt diese Maßnahmen. „Das macht eine gute Nachbarschaft aus: Man gibt aufeinander acht. Für diese Hilfe möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, sagte Richrath, als er am Montag die neue Zaunanlage begutachtete. 270 Meter Stabgitterzaun wurden an dem Schulgelände verbaut, 46.000 Euro hat die Investition insgesamt gekostet. Zudem hat Vonovia 500 Euro für den Förderverein der Gemeinschaftsgrundschule gespendet. „Wir freuen uns sehr, dass die Kinder der Grundschule wieder unbesorgt in der Pause spielen können“, sagt Sascha Steiner, bei Vonovia als Regionalleiter für Leverkusen zuständig.

Die Umzäunung des Geländes war notwendig geworden, weil sich immer wieder unbefugte Dritte Zutritt zum Schulgelände verschafft hatten. Im vergangenen Sommer hatten die Schüler gemeinsam mit der Kölner Mosaik-Künstlerin Tana Ribeiro eine der Wände auf dem Schulhof mit 23 Mosaiken neu gestaltet. Die mühevolle Kleinarbeit hielt allerdings nicht mal einen Tag, bereits am Morgen danach lagen die Kunstwerke demoliert auf dem Boden. Auch ein vom Naturschutzbund gespendeter Baum wurde zerstört. „Es ist ein Ärgernis, wenn so etwas passiert“, sagt Schulleiterin Bianca Menzel. Die Kinder wollen sich davon aber nicht entmutigen lassen und ihren Schulhof in Zukunft Stück für Stück weiter verschönern – auch mit weiteren Mosaiktäfelchen. Dann aber ohne die Unterstützung der Künstlerin, das sei sonst viel zu teuer, sagt Menzel.

In den frühen Abendstunden wurde der Schulhof immer wieder zum Treffpunkt für Jugendliche aus der näheren Umgebung, die als sozialer Brennpunkt gilt. Die Lehrer hatten von den Spuren dieser Treffen berichtet, so seien dort neben leeren Bierflaschen auch Drogenreste und Kondome gefunden worden. Bislang war der Schulhof nur durch eine Schranke gesichert worden. Das große Schiebetor soll nun für Besserung sorgen und Verwüstungen künftig verhindern. Auch könnten vom Hausmeister ausgesprochenen Hausverbote nun besser umgesetzt werden.

Für die Anwohner, die den Schulhof bisher als Abkürzung bei ihren Wegen nach Hause genutzt haben, bedeutet dies allerdings, dass sie in Zukunft außen herum gehen müssen.