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Kommentar: Zahlen und Fakten

Kommentar : Zahlen und Fakten

Sicherheit mit Geld nicht zu bezahlen

Auf den ersten Blick mag das Millionen-Budget, mit dem die Universität Wuppertal und ihre Projektpartner die Sicherheit rund um den Kölner Hauptbahnhof bei Werner Noldens Feuerwerksspektakel Kölner Lichter untersuchen, übertrieben wirken. Doch jeder, der schon einmal in einem Gang oder einer engen Gasse zwischen Vorder- und Hinterleuten festgesteckt hat und nicht mehr wusste, wie er aus dem Gedränge herauskommen sollte, kann gut nachvollziehen, wie schnell aus fröhlichem Andrang beängstigende Enge werden kann. Da bedarf es manchmal nur noch eines kleinen Anlasses (etwa ein Hagelschauer oder der laute "Feuer"-Ruf eines "Spaßmachers"), um eine fatale Eigendynamik auszulösen. Nolden hat deshalb absolut recht, wenn er betont, das Thema Sicherheit sei ein ganz zentrales bei Großveranstaltungen. Deshalb hat auch die wissenschaftliche Begleitung der "Kölner Lichter" Vorbildfunktion. Andere Events – auch in Leverkusen – können von den Ergebnissen nur profitieren. So teuer die Erforschung der Besucherströme auch sein mag: Das Geld ist mit Sicherheit gut angelegt. peco

Rhein-Wupper (peco) Die Jubiläumsausgabe der "Kölner Lichter" war nicht nur optisch, sondern auch in Zahlen ausgedrückt, gewaltig:

r Zuschauer Auf 500 000 bis 900 000 wird die Zahl der Besucher geschätzt, die sich entlang des Rheins in der Domstadt drängten.

r Feuerwerkskörper Insgesamt etwa 4,7 Tonnen explodierten beim Hauptfeuerwerk, hinzu kommen zehn kleinere Vorfeuerwerke.

r Kosten Auf 1,29 Millionen Euro schätzt Veranstalter Werner Nolden die Kosten für das Spektakel.

r Schiffe Etwa 50 festlich beleuchtete Schiffe hatten sich schon gegen 22 Uhr auf dem Rhein in Richtung Innenstadt bewegt. Sie wurden von den Besuchern am Ufer festlich empfangen – mit einer halben Million entzündeter Wunderkerzen.

r Verkehr Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) setzten 40 zusätzliche Züge ein, um das gewaltige Besucheraufkommen nach dem Ende der Kölner Lichter aufzufangen. Bereits ab 16 Uhr wurden einzelne Bereiche der Kölner Innenstadt abgesperrt. KOMMENTAR

(RP)