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Leverkusen/Köln: Zachert mit "Fumm" und Tadel

Leverkusen/Köln : Zachert mit "Fumm" und Tadel

Als klar war: Matthias Zachert wird der Nachfolger von Axel Heitmann, schnellten die Börsenkurse für Lanxess in die Höhe. Reichlich wurden Zachert da Vorschusslorbeeren gewährt.

Die Aktionäre sind damit vorsichtiger. "Ob Zachert das hinbekommen wird, kann man noch nicht sagen. Eine erste Bilanz ist vielleicht nach 100 Tagen möglich", betonte gestern Anteilseigner Egon Schumacher. "Was wir jetzt alle haben müssen, das ist Geduld, viel Geduld", ergänzte seine Frau Angela Schumacher. "Klar ist die Aktie bei Bekanntwerden Zacherts in die Höhe geschnellt. Jetzt ist sie aber leider wieder unten."

Aktionär Paul Britz versuchte es positiv zu sehen: "Das wird alles schwierig. Aber Zachert ist der richtige Mann an der richtigen Stelle. Ich habe Urvertrauen in ihn. Er war ja schon als Finanzchef da."

Eine 79-jährige Aktionärin aus Köln attestierte Zachert gestern "nochmal mehr Fumm als der Vorgänger hatte. Er wirkt sympathisch und engagiert und hat, glaube ich, mehr Durchsetzungsvermögen."

Das müsse Zachert erst noch beweisen, urteilte ein Anteilseigner (78) aus Weissenborn. "Man muss wirklich jetzt abwarten, was von ihm kommt." Zwei bis drei Monate könnte das dauern, bis sich herausstellt ob der neue Besen Zachert wirklich gut kehrt, ergänzte ein weiterer Aktionär aus Köln. "Aber schlechter als jetzt kann es eigentlich nicht mehr werden."

(LH)