Leverkusen: "Xynthia" verpasste der Stadt nur blaues Auge

Leverkusen: "Xynthia" verpasste der Stadt nur blaues Auge

Es wirkt fast so, als hätte "Xynthia" um Leverkusen einen Bogen geschlagen. "Personenschäden sind nicht zu melden", protokollierte Gerd Kortschlag von der Berufsfeuerwehr am Montag. Dafür aber 67 Einsätze bis 23.30 Uhr am Sonntagabend. Vorrangig hatten es die Einsatzkräfte mit Holz zu tun.

In der Muhrgasse in Pattscheid drohten fünf Bäume auf ein Wohnhaus zu fallen. Sie mussten die Feuerwehrleute fällen bzw. stutzen. Häufig musste abgebrochenes Astwerk weggeräumt und vom Wind losgefegte Bauteile gesichert werden.

Ab Mitternacht, nach zwölf Stunden im Einsatz, hatten die Feuerwehrler Ruhe, Sturmschäden wurden ab dann nicht mehr gemeldet. Um "Xynthias" Nachwehen Herr zu werden, waren 130 Helfer der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.

  • Fotos : Sturm-Bilanz im Bergischen: Viele umgestürzte Bäume

Am Montag inspizierten Mitarbeiter des Grünflächenamtes und Förster Zimmermann die Schäden des Sturms. Ergebnis: "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", sagt Lothar Schmitz vom Fachbereich Stadtgrün. "Die größten Schäden gibt's auf Friedhöfen.

Auf dem in Manfort kippte ein Baum um, auf dem Birkenberg zwei, auf dem Friedhof Bergisch Neukirchen drei und auf dem Reuschenberg vier", berichtete Schmitz. Ein Grab sei getroffen worden und einige Zäune. "Wir hatten Glück, dass die Bäume noch nicht belaubt sind, da pfeift der Wind so durch. Wenn Blätter da sind, ist der Luftwiderstand größer, dann können Bäume leichter fallen", merkte Schmitz an.

(RP)