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Wuppermann AG aus Leverkusen trauert: Gustav Theodor Wuppermann ist tot

Leverkusen: Langjähriger Geschäftsführer gestorben : Unternehmen trauert um Gustav Theodor Wuppermann

Die Wuppermann AG nimmt Abschied von dem langjährigen Geschäftsführer des Leverkusener Traditionsunternehmens. Der Schlebuscher ist im Alter von 92 Jahren gestorben.

Gustav Theodor Wuppermann ist tot. Der Unternehmer ist am 20. Januar in seinem Haus in Schlebusch gestorben. Er wurde 92 Jahre alt. Das teilt die Wuppermann AG nun mit.

Der Schlebuscher war mehr als 60 Jahre eng mit dem Familienunternehmen verbunden, führte zweieinhalb Jahrzehnte lang als Geschäftsführer die Geschicke des Leverkusener Traditionsunternehmens, das in diesem Jahr 150 Jahre alt wird. „Das Walzwerk in Schlebusch war bis Mitte der 1980er Jahre mit bis zu 2500 Mitarbeitenden zweitgrößter Arbeitgeber in Leverkusen. Anschließend führte er die Wuppermann GmbH und wurde 1995 deren Beiratsvorsitzender“, erinnert Wuppermann. Nach der Umwandlung des Stahlunternehmens in eine Aktiengesellschaft wurde Gustav Theodor Wuppermann im Jahr 2000 Aufsichtsrats- und zehn Jahre später Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der Wuppermann AG.

Sein Wissen für seine spätere Arbeit eignete sich der spätere Diplom-Ingenieur an Hochschulen in Karlsruhe, Aachen und Cambridge an, absolvierte zudem eine kaufmännische Lehre und lernte bei Auslandsaufenthalten in Belgien, Frankreich, den USA und Kanada mit Tätigkeit in verschiedenen Stahlunternehmen die Branche kennen. 1957 übernahm er die Entwicklungsabteilung des Walzwerkes in Leverkusen, drei Jahre später war er dessen Geschäftsführer. 1982 wurde Wuppermann promoviert, übernahm nach dem Verkauf des Walzwerks bis Mitte der 90er Jahre weitere Geschäftsführungspositionen in den verbliebenen Wuppermann-Gesellschaften.

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„Wir trauern mit den Familienangehörigen um Dr.-Ing. Gustav Theodor Wuppermann. Er prägte die Entwicklung der Wuppermann-Gruppe nachhaltig: Sein weit über die Sache hinausgehendes persönliches Engagement, seine Hilfsbereitschaft und sein persönlicher Einsatz sowohl für die Mitarbeitenden als auch für die Eigentümerfamilie werden uns in Erinnerung bleiben“, sagt Johannes Nonn, Sprecher des Wuppermann-Vorstands.

Der Urenkel des Unternehmensgründers engagierte sich zudem in diversen Gremien der Stahlindustrie in Deutschland und war sozial tätig: Mehr als 30 Jahre lang war er bei der Freiwilligen Feuerwehr Leverkusen und der Jugendbildungsstätte Theodor Wuppermann/Juist. Für dieses Engagement im sozialen Bereich bekam er 1976 das große Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens, 1992 das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und 1997 das goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich.