Wunschbaumaktion im Wildpark Reuschenberg

Wunschbaumaktion : Heimliche Weihnachtsmänner im Wildpark

Jede Kugel steht für einen Wunsch, der einem Kind vom Familienzentrum in Alkenrath erfüllt wird.

Wenn unter dem Weihnachtsbaum die Geschenke liegen, dann fangen Kinderaugen an zu leuchten. Doch nicht jede Familie in der Stadt kann sich diesen Luxus finanziell leisten. Im Wildpark Reuschenberg können heimliche Weihnachtshelfer nun Abhilfe schaffen. Dort ist zum sechsten Mal der Charity-Baum aufgestellt.

Dieser ist im Eingangsbereich nicht zu verfehlen. Die Kugeln an den Ästen stehen für je ein Geschenk im Wert von maximal 15 Euro. Im Bistro des Wildparks können diese Kugeln nun bezahlt werden, Leiterin Stephanie Fenner holt und übergibt die Spielsachen dann an die Kinder. Dafür hat sich die 42-Jährige mit der Galeria Kaufhof einen namhaften Partner an die Seite geholt. Dort werden die Sachen für die Aktion zurückgelegt – über Wochen. „Das ist nicht selbstverständlich“, betont Fenner dankbar. „Das ist ja schließlich tote Ware – verkauft, aber halt doch nicht.“

Seit 2014 wechseln die begünstigten Einrichtungen. Dieses Mal erhalten die Kinder des städtischen Familienzentrums in Alkenrath die Nettigkeiten – je ein Geschenk pro Näschen. 116 Kugeln befinden sich deshalb derzeit am Baum. Doch Fenner ist guter Dinge, dass die Äste schon bald leer sind: „Die Wünsche werden immer erfüllt. Wir sind hier nach zehn bis 14 Tagen ausverkauft.“ Im ersten Jahr waren es gar nur sechs Tage.

Dann, betont Bistrochefin Stephanie Fenner, wird aber weiter gesammelt. Spenden für die Einrichtung in Alkenrath sind jederzeit willkommen. Davon leisten sich die beschenkten Institutionen gerne eine Sache, die sonst nicht drin gewesen wäre. In Alkenrath ist das schon jetzt klar: „Wir wollen einen gemütlichen Sitzsack für die Leseecke“, berichtet Kitaleiterin Beate Redlich-Stadler.

Dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, steht wohl schon fest. Schließlich, so betont Fenner, hätten bereits im Oktober Kunden des Bistros nach der Aktion gefragt. Das spricht für eine große Hilfsbereitschaft. Glücklich erzählt die 42-Jährige von einer alten Dame, die wohl keine Enkelkinder habe – und die in jedem Jahr einige Kugeln kauft. Und das wird die heimliche Weihnachtsfrau sicher auch in diesem Jahr wieder tun.