Wohnungsmarktbericht Leverkusen

Bericht der Stadtverwaltung : Wohnungsmarkt bleibt weiter angespannt

Es wird mehr gebaut, doch Mieten steigen weiter. Bei Eigenheimen deutlich günstiger als Köln.

Der lokale Wohnungsmarkt bliebt weiter „angespannt bis sehr angespannt“, kurzfristige Besserung ist offenbar nicht in Sicht. Das geht aus dem aktuellen „Leverkusener Wohnungsmarktbericht 2018/2019“ vor, den die Stadtverwaltung am Dienstag veröffentlicht hat.

„Am Immobilienmarkt sind im Neubau die Verkaufspreise für Eigenheime und Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Auch gebrauchte Immobilien werden immer begehrter“, heißt es in dem Bericht. Es gibt aber auch positive Entwicklungen: „Die Bautätigkeit steigt in 2017 mit hohen Fertigstellungszahlen jedoch deutlich an. Auch die Zahl von neu gebauten öffentlich geförderten Wohnungen ist im dritten Jahr in Folge so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Erreichen die Fertigstellungszahlen auch in den nächsten Jahren diese hohen Werte, kann dies zu einer Entspannung am Wohnungsmarkt beitragen.“

Mietwohnungen:  Nach dem aktuellen Mietspiegel vom 1. April 2019 steigen die Bestandsmieten gegenüber 2017 um rund 3,7 Prozent. Ein Drittel und damit die meisten aller angebotenen Wohnungen liegen in der mittleren bis gehobenen Preisklasse zwischen 7 und 8 Euro/m². Deutlich weniger Angebote entfallen 2017 auf preiswerte Wohnungen unter 6 Euro/m², nämlich nur noch 127 gegenüber 186 Angeboten in 2016 . Das sind nur noch 5,8 % aller Angebote. „Das Angebot im preiswerten Segment ist damit weiter rückläufig“, heißt es in dem Bericht weiter. Der regionale Vergleich zeigt: Die Preise für Mietwohnungen steigen mit Ausnahme der Angebote in Burscheid in der gesamten Region um 2 % bis 9 %. Am teuersten bleibt auch in 2017 die Domstadt mit 10,58 Euro/m². Köln  folgen die Städte Bergisch Gladbach und Langenfeld mit jeweils 8,57 Euro/m² bzw. 8,42 Euro/m². In Leverkusen  sind die durchschnittlichen Mietangebote mit mit 7,59 Euro/m² günstiger und, und die Stadt sortiert sich preislich im Mittelfeld ein. Unter 7,00 Euro/m² werden nur noch in Burscheid Mietwohnungen angeboten.

Eigentumsimmobilien:  Die Entwicklung der Angebotspreise verläuft bei Neubau- und Bestandsimmobilien ähnlich. Im Neubau steigen die Angebotspreise für freistehende Einfamilienhäuser seit 2008 mit einer Schwankung in 2011 stetig an. In fast allen Städten und Gemeinden mit Ausnahme von Burscheid steigen die Preise für Eigenheime zwischen 3 und 8 % gegenüber 2016. In Köln ist eine Immobilie im Schnitt mit 460.000 Euro am teuersten zu haben. Leverkusen gehört in der hochpreisigen Region mit einem Preisniveau von 385.000 Euro in 2017 zu den preiswerteren Wohnstandorten. In Leichlingen und Odenthal sind die Angebotspreise in 2017 deutlich höher.