Leverkusen: Wohnhaus Upladin wird für 27 Mio. umgebaut

Leverkusen: Wohnhaus Upladin wird für 27 Mio. umgebaut

Die Investitionen betragen insgesamt 27 Millionen Euro. Die Bauzeit dauert voraussichtlich vier Jahre: Dem CBT-Wohnhaus "Upladin" am Opladener Marktplatz stehen umfassende Modernisierungsmaßnahmen ins Haus.

Rund 30 Jahre nach Übernahme des Wohnhauses durch die CBT-Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH (Köln) sei das unvermeidlich, verdeutlichte Einrichtungsleiter Wolfgang Pauls am Mittwoch in einem Pressegespräch.

Seit Anfang der Woche laufen die Arbeiten für den ersten von insgesamt vier Bauabschnitten. Zunächst wurden Brandschutzwände eingezogen. Für jede Phase rechnet Pauls mit einer voraussichtlichen Bauzeit von jeweils bis zu zwölf Monaten. Seit einem Jahr wurden bewusst keine neuen Bewohner aufgenommen. Denn fast alle Bewohner müssen zweimal umziehen.

Das betrifft 176 in der vollstationären Pflege und 33 Menschen, die das Angebot für Wohnen und Service nutzen. Weil die Leute im Durchschnitt älter als 80 Jahre sind, fällt ihnen das entsprechend schwer. Dazu sagte Ursula Eltgen, Vorsitzende des Bewohnerbeirates: "Die Menschen sind nicht gerade begeistert, denn es ist natürlich immer ein großer Einschnitt in den alltäglichen Ablauf, wenn ein Umzug ansteht."

Dennoch haben 64 Bewohner der ersten bis sechsten Etage, die vom ersten Bauabschnitt betroffen sind, ihre Koffer bereits gepackt und sind in Interimsappartements umgezogen.

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Der erste Bauabschnitt sei die größte Herausforderung und beinhalte die Modernisierung von Restaurant, die Sanierung der Küche und die Verlegung von Tagesgruppen, informierte Thomas Mehren, stellvertretender Einrichtungsleiter. Das heißt: Der Festsaal wird in dieser Zeit in ein Speisezimmer umgewandelt. Außerdem bleibt die Küche vorerst kalt. Frühstück und Abendessen und Zwischenmahlzeiten werden zwar wie bisher im Haus zubereitet.

Aber die Mittagsmenüs werden im Wohnhaus St. Franziskus in Langenfeld gekocht, dort allerdings von Opladener Köchen. Pauls prophezeit: "Es wird viele Einschränkungen geben, darüber müssen sich alle im Klaren sein. Bei einer umfassenden Sanierung bleibt das nicht aus. Aber es ist besser, innerhalb des Hauses umzuziehen, als in ein völlig fremdes Haus auszuweichen. So bleiben die Bewohner wenigstens in ihrer gewohnten Umgebung."

Dort würden sie auch künftig ruhig schlafen können, versprach Bauleiter Mario Laskowski. Denn Arbeiten, die Lärm verursachen, würden ausschließlich zwischen 9 und 12 und zwischen 15 und 17 Uhr erledigt. Der Umbau hat letztlich vielleicht auch ein Gutes: Da die Senioren während der Bauphase auf viele Veranstaltungen im Haus verzichten müssen, werden vermehrt Ausflüge organisiert.

(gkf)
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