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Witzhelden: Bau des Gemeindeshauses der evangelischen Kirche schreitet voran

Begegnungsstätte in Witzhelden : Bau des Gemeindehauses schreitet voran

Der Grundstein für die Begegnungsstätte in Witzhelden ist gelegt. Pfarrer Stephan Schneider zeigte Architekten und Gemeindemitgliedern den Rohbau des neuen Gebäudes. Er hofft, dass dort bald alte und junge Menschen zusammenkommen.

„Wir bauen für unsere Generation und für die Generationen nach uns.“ Mit diesen Worten präsentiert Stephan Schneider, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde in Witzhelden, das Fundament für die Grundsteinlegung des neuen Gemeindehauses. In dessen Rohbau, der bereits vier Wochen nach dem ersten Spatenstich im Juli entstand, begrüßt er die Architekten des „Kastner Pichler“ Büros und zahlreiche Gemeindemitglieder, die dem Projekt erwartungsvoll entgegensehen.

Raum für junge Menschen und eine Offenheit zu schaffen, ist der Gemeinde besonders wichtig. So entsteht im Erdgeschoss Platz für Kinder- und Jugendgruppen und aus dem oberen Stockwerk ein Foyer fürs Zusammentreffen nach dem Kirchenbesuch. Dort sollen zudem der Pfarrraum und eine Küche Platz finden. Auf 500 Quadratmetern und zwei Etagen verteilt sich die Nutzfläche. „Begegnungshaus“, nennt der Pfarrer das Projekt, dessen Bau voraussichtlich im Herbst 2022 beendet wird. Dann beginne die Arbeit für den Außenbereich, berichtet der Landschaftsarchitekt, Doron Stern. Ein Garten angebunden an die Jugendräume, eine Glaswand, die zur Kirche geöffnet ist sowie ein Gemeindeplatz sollen Barrierefreiheit schaffen, sagt Stern. Er ist begeistert. So sei „jeder eingeladen“, betont der Pfarrer.

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Um der Zeremonie eine symbolische Bedeutung zu verleihen, füllte er eine Röhre - „Zeitkapsel“, mit Fotos und Zeichnungen der Baupläne und ein Bild der Baustelle zu Anfang des 19. Jahrhunderts zur Anerkennung derer, die damals das Projekt begannen. „Ein Zeitenwechsel steht an“, betont Schneider. So fand auch die Zeitung Platz in der Röhre. Erde aus Jerusalem wurde als besondere Beigabe dazugelegt.

Das Ziel der Projektleiter ist es, eine Einbettung des Hauses in das Ensemble von Kirche, Pfarrbüro und Marktplatz zu kreieren. So richtete sich die Architektin Nathalie Unger „nach dem was bereits besteht. Die Kirche diente uns als Vorbild.“ Von außen soll es durch die Verwendung von Naturstein eine optische Einheit mit dem evangelischen Gotteshaus bilden.

Eine großzügige Erbschaft sowie die Aktion Mensch stifteten den Großteil der rund drei Millionen Euro an die Gemeinde.

Geplant war die Grundsteinlegung ursprünglich vor zwei Wochen. Dass das Ritual auf den 23. September verschoben wurde, hatte weniger mit Materialknappheit zu tun, sondern lediglich mit einem Missverständnis.

Neben der Baustelle des Gemeindehauses ist noch ein zweiter Kran zu sehen. Dort baut die Lebenshilfe Wermelskirchen angrenzend auf dem Gelände zum Parkweg hin ein neues Wohnhaus für Menschen mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung.

Schneider wünscht sich eine Gruppe junger Menschen, die ein Café für Besucher betreuen. „Man schafft nicht nur Angebote, sondern auch Möglichkeiten für junge Leute, etwas Eigenes zu gestalten“, sagt er. Aber das stehe wohl noch in den Sternen. Zunächst hoffen der Pfarrer und Monika Müller die Besucher des Pfarrhauses beim nächsten Mal mit Kaffee und Kuchen zu begrüßen zu können.