Wie eine Currenta-Mitarbeiterin aus Leverkusen zur "grünen Dame" wurde

Currenta-Mitarbeiterin erzählt von ihrem Engagement : Als „grüne Dame“ den Menschen helfen

Martina Spoo-Köppel ist „grüne Dame“ im Krankenhaus. Seit einem Jahr kümmert sich die Currenta-Mitarbeiterin ehrenamtlich um Patienten.

Sagen was sie denken, das tun viele. Aber auch machen, was sie denken? Da dünnt sich die Gruppe schon ganz deutlich aus. Fester Bestandteil aber ist Martina Spoo-Köppel. Die Currenta-Mitarbeiterin ist ehrenamtlich als „grüne Dame“ im Eduardus-Krankenhaus in Köln tätig. Sie sagt: „Es ist so wenig und doch so viel, was wir hier tun können.“ Dass sich die 56-Järhige zu dieser Aufgabe entschlossen hat, „das war eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe“.

Und das kam so: Auf der Fahrt zur Arbeit lernte die Laborantin einen Kollegen kennen, der ihr davon erzählte, dass er schon seit Jahren in seiner Freizeit als Ferienbetreuer ehrenamtlich im Einsatz ist. Sein Engagement und seine Begeisterung waren ansteckend. „Für mich war klar“, sagt Spoo-Klöppel, „ich will auch was machen.“ Und weil sie tut, was sie sagt, griff sie am folgenden Tag zum Telefon, hakte bei Kliniken im Umkreis nach, wo sie unterstützen könnte. Dass sie „grüne Dame“ werden wollte, stand für sie fest. Ihre Aufgabe: Patienten und Angehörige während ihrer Zeit im Krankenhaus unterstützen – nicht medizinisch, sondern menschlich.

Spoo-Köppel hatte sich im Internet informiert, wie, wo und was in der Umgebung möglich ist. Immerhin muss das Ehrenamt und ihr Job als Laborantin in der Ökotoxikologie und Produktsicherheit bei Currenta Analytik unter einen Hut zu bekommen sein.

Im Kölner Eduardus-Krankenhaus handeln die Verantwortlich ähnlich wie Spoo-Köppel. Sie luden die Laborantin zum Kennenlernen ein. Im Gespräch mit Seelsorger Gerhard Mertens zeigte sich: „Dame“ Martina ist genau richtig. Und wird „auf Station“ gebraucht. Fast ein Jahr, nämlich seit Februar 2019, ist sie im Amt.

 Und hat sich eine Meinung gebildet und wehrt ab: „Grün? Sind wir nicht. Zumindest nicht hier im Eduardus.“ Und eine Dame? „Wohl eher ’nen Leverkusener Kind“, sagt die Rheinländerin lachend. Gleich, wie sie bezeichnet wird, ihre ehrenamtliche Arbeit steht an erster Stelle: „Helfen, indem man da ist, zuhört, ganz pragmatisch unterstützt. Natürlich nur bei denen, die das auch wollen“, fasst sie zusammen. Die Patienten, diese Betreuung nicht wünschen, erzählt Spoo-Klöppel, lässt sie in Ruhe, wenn sie mittwochnachmittags ihre Runde auf der Inneren und Chirurgie der Kölner Klinik dreht. Dass nicht jeder während seines Aufenthalts im Krankenhaus das Angebot der „grünen Damen“ annehmen möchte, versteht Spoo-Klöppel. „Ich biete meine Hilfe, meine Zeit, mein offenes Ohr grundsätzlich jedem Patienten an. Wer das nicht braucht oder möchte, dem bin ich nicht böse. Dann nutze ich ganz einfach die Zeit für die nächsten Patienten.“  Zu tun hat sie genug:  „Die Martina“ holt schnell mal eine Zeitung, organisiert  die Abholung mit dem Taxi am Entlasstag, hört im Stationszimmer nach, unterhält sich einfach oder hört zu, wo der Schuh drückt oder wenn die Last der Krankheit  schwer auf den Schultern der Patienten ruht und das alles mal gesagt werden will. „Und neben so vielen interessanten und netten Menschen, lernt man auch immer wieder sich selbst ein bisschen neu kennen“, erzählt sie von ihren Erfahrungen.

Die Frage, ob das Ehrenamt eine Belastung für sie ist, wischt sie ganz schnell beiseite. „Klar ist der Mittwoch lang, wenn ich morgens vor sechs Uhr aus dem Haus gehe und abends gegen sieben Uhr mit dem Bus zurückfahre. Da bin ich froh, wenn ich zu Hause bin. Vor allem aber auch über das, was ich getan habe: meine Zeit sinnvoll verbracht. Mit Menschen, die das sehr schätzen und denen ich ein kleines bisschen helfen kann“, versichert die „grüne Dame“ von Currenta.