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Wertstoffzentrum: Politik diskutiert Samstagsöffnung in Leverkusen

Abfallentsorgung : Wertstoffzentrum: Politik diskutiert Samstagsöffnung

Das Wertstoffzentrum der Avea soll auch an Samstagen geöffnet sein. So könnten Bürger, die in der Woche arbeiten, ihren Grünschnitt, Sperrmüll oder andere Materialien bequem zu der Fixheider Annahmestelle in der Dieselstraße bringen.

Zumindest forderte Opladen Plus im Finanzausschuss diese neue Öffnungszeit. Stadt und Avea sollen das jetzt auf Beschluss der Politiker zumindest prüfen. Von der Zustimmung des Stadtrates zu diesem Prüfverfahren ist auszugehen.

OP-Ratsherr Markus Pott begründete, gerade an Wochenenden würden die Leverkusener in Haus und Garten arbeiten und aufräumen. Und ausgerechnet dann habe die Avea zu (außer für Grünschnitt, d. Red). In den Nachbarstädten sei dies anders. Köln biete samstags sogar Annahmezeiten bis 16 Uhr an. Lange Schlangen zeigten, das die Bürger diesen Service wollten. Stefan Baake (Grüne) wäre nur für die Samstagsöffnung, wenn dies kostenneutral zu realisieren sei und dafür keine Müllgebührenerhöhung nötig werde. Die Avea könne beispielsweise in der Woche einen Öffnungstag im Wertstoffzentrum zugunsten des Samstags streichen. (Dies dürfte wiederum bei den heutigen Nutzern einigen Protest auslösen, da der durchgängige Wochenservice im Wertstoffzentrum geschätzt wird, d. Red.).

Die SPD-Vertreter lehnen die Samstagsöffnung strikt ab: Von April bis Ende Oktober sei die Annahmestelle von 8 bis 20 Uhr geöffnet, da dürfte jeder arbeitende Leverkusener Gelegenheit haben, seine Sachen loszuwerden. SPD-Ratsherr Dirk Löb erinnerte: „Im Sommer hat die Avea in der Fixheide 60 Stunden offen, im Winter 50 Stunden.“ Das müsse reichen. Erhard Schoofs (Bürgerliste) ergänzte: „Unsere Avea bietet heute schon ein hervorragendes Angebot. Es kann bleiben, wie es ist.“

Nein, entgegnete FDP-Ratsherrin Monka Ballin-Meyer-Ahrens, mit dem zusätzlichen Service würde ein kleiner Schritt getan, die Stadt sauberer zu halten. Erst am Montag habe sie bei der Fahrt zum Kurtekotten einige wilde Müllkippen gesehen: „Ich hätte mir davon leicht eine neue Küche zusammenstellen können.“ Und „neue“ Reifen wären mit drin gewesen: Sie standen nahe Flugplatz Kurtekotten wie ein Verkaufsangebot fein säuberlich am Wegesrand. Dass wilder Müll vermieden werde, glaubt die Stadt nicht, da in Leverkusen die Abgabe der meisten Abfälle kostenfrei sei. Reifen oder ausrangierte Toilettenbecken gehören nicht dazu.