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Kommentar: Wer bestellt, der muss bezahlen

Kommentar : Wer bestellt, der muss bezahlen

Seit dem Streit der Düsseldorfer Feuerwehrleute mit ihrem Dienstherrn, Oberbürgermeister Dirk Elbers, rückte das Thema "unbezahlte Überstunden für fest angestellte Feuerwehrbedienstete" stark in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Diesen Streit, den die kommunalen Arbeitgeber auf dem Rücken der Helfer und Retter ausführen, versteht der Bürger kaum.

Fakt ist: Die Städte und Kommunen haben die Feuerwehrleute zum Dienst eingeteilt, der dann auch geleistet wurde — einschließlich sehr vieler Überstunden. Aus welchen juristischen Gründen die Arbeitgeber jetzt die Bezahlung verweigern (unter anderem wegen Verjährung), will der Bürger, der auf seine Feuerwehr vertraut, gar nicht diskutieren. Der Bürger versteht auf jeden Fall, dass der Staat seine Feuerwehrbediensteten ungleich behandelt. Es sieht aus, als ob die Mitarbeiter über den Tisch gezogen werden, zumal der Leverkusener Feuerwehrdezernent Frank Stein schriftlich zusicherte, die Überstunden zu bezahlen, wenn die gesetzliche Basis geschaffen ist. Es ist doch wie ein normales Geschäft: Wer eine Leistung bestellt, der muss sie bezahlen. Alles andere hat den Anschein als ob das Recht benutzt wird wie in einer Bananenrepublik. (US)

(RP)