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Weihnachtsmarkt in Leverkusen: Weihnachtsmärkte eröffnen unter 2G-Regel

Polizei kontrolliert Maskenpflicht in Wiesdorf und Opladen : Weihnachtsmärkte eröffnen unter 2G-Regel

Mit Maske und Impf- oder Genesungsnachweis auf den Weihnachtsmarkt: Nur so ist es derzeit von der Stadt erlaubt, aber nicht jeder weiß davon.

Sie sind seit Donnerstag eröffnet: der Weihnachtsmarkt in Opladen, also das „Bergische Dorf“, und der Christkindchenmarkt in Wiesdorf. Dafür hat die Stadt kurz vor dem Start noch die Regeln angepasst: Es gilt eine Maskenpflicht in den Fußgängerzonen. Die Veranstalter führen die Märkte unter der 2G-Regel durch. Nur die, die geimpft oder von einer Corona-Infektion genesen sind, dürfen dort schauen und in den Kontakt mit den Betreibern treten.

Wiesdorf Die Polizei fährt durch die Straßen und zwischen den Ständen auf dem Christkindchenmarkt hindurch. Menschen, die keine Maske tragen, ruft ein Beamter durch das geöffnete Fahrerfenster zu: „Maske auf.“ Ein Mann fragt: „Seit wann gilt diese Regel?“, und der Polizist antwortet: „Seit heute.“ Wo denn das stehe? Auf mehreren Laternenpfählen zum Beispiel oder am Ausgang der Rathaus-Galerie zur Fußgängerzone an vier kleinen Bolzen, die die Türen festhalten können.

Dass der Markt öffnet, haben einige gewusst. Etwal zwei junge Leverkusenerinnen, die dort ihre Mittagspause verbringen und froh über die Maskenpflicht sind, „weil es hier auf dem Markt voll wird, und es ist ja auch relativ eng“. Claudia aus Leverkusen ist mit ihrem Ehemann gekommen – spontan nach einem Familienbesuch. „Ich warte seit zwei Jahren auf meine Pofferties“, sagt sie und isst dann welche. Gemischte Gefühle hat Udo Lang, der in Wiesdorf einen Schmuckstand betreibt. „Eigentlich habe ich mich gefreut“, betont er, doch nun sei seine Freude getrübt. Er hofft, bis zum Ende des Weihnachtsmarktes – 30. Dezember – bleiben zu können, schaue aber auch kritisch auf die Inzidenz.

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Opladen Nicht viele Menschen tragen in der Opladener Fußgängerzone keine Maske, trotzdem haben nicht alle davon gewusst. Zum Beispiel Norbert und Ursula Waschulewski, die nach einem Termin in der Stadt einen Glühwein getrunken haben. Sie hätten auch extra nach einem Maskenpflicht-Hinweis Ausschau gehalten, aber nichts gesehen, sagen sie. Sie hielten die Verordnung der Stadt trotzdem für richtig, betonen die Eheleute. Vor allem abends, „wenn es voller wird“, und weil es wegen den derzeitigen Corona-Zahlen „bedrückend“ sei. Trotzdem freuten sie sich, über den Markt zu spazieren.

Für Ohrina Kachev mit ihrem Donut-Stand war der erste Tag „ziemlich gut“, weil „die Leute probieren wollen, Interesse haben, und es schönes Wetter ist“. Die Kunden, die bei ihr am Stand etwas kaufen, müsse sie auf einen Impf- oder Genesungsnachweis nicht kontrollieren, sagt sie, das würden andere machen.

„Es ist wichtig, dass wir mit den Menschen in Kontakt sind“, merkt Roswitha Kneip an, die für den Frauenring Leverkusen im „Bergischen Dorf“ Taschen verkauft. Bei Gesprächen halte sie Abstand und frage Menschen, die länger bei ihr stehen, ob sie geimpft oder genesen seien. Den Stand hat der Frauenring kostenlos bekommen, die Einnahmen werden verwendet, um Sanitätsprodukte für bedürftige Frauen zu kaufen.