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Weihnachtsgottesdienste in Leverkusen – drinnen, draußen, digital

So läuft der Heiligabend in Leverkusen : Weihnachtsgottesdienste – drinnen, draußen, digital

Vor der Wiesdorfer Christuskirche gibt es am Nachmittag halbstündliche Andachten. Um 23 Uhr will Pfarrer Detlef Prößdorf „Weihnachten to go“ anbieten, einen kleinen Stadtspaziergang mit weihnachtlichen Gedanken an verschiedenen Haltepunkten.

An Heiligabend sind die Kirchen so voll wie an keinem anderen Tag im Jahr. Das wird 2020 anders sein wegen der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Viele Gemeinden haben sich seit Monaten mit dem Thema beschäftigt und individuelle Lösungen gefunden, um so vielen Menschen wie nur irgend möglich die Weihnachtsgeschichte nahe bringen zu können. Mit digitalen Formaten, aber auch als physisches Erlebnis, das aber frühzeitig geplant werden muss. Wegen Zugangsbegrenzungen sind verbindliche Anmeldungen für den 24. Dezember unerlässlich.

Die Bürriger Petruskirche etwa ist von 14.30 bis 19 Uhr offen für einen Stationen-Gottesdienst, den die Besucher selbst ablaufen. „Dann sind die Menschen wirklich bei Weihnachten angekommen“, verspricht Pfarrer Bernd-Ekkehart Scholten. Ähnlich läuft es in der Waldsiedlung. Dort beginnt alles mit Volkszählung und Eintrag in Listen  – wie damals in Bethlehem. Dann geht es auf Herbergsuche, zu Hirten und Engeln und schließlich zum Kind in der Krippe, bevor einige Blue Mountain-Singer jede Kleingruppe mit einem „Oh du fröhliche“ vor der Tür verabschieden. Über 20 Jugendliche hätten sich spontan für die Corona-taugliche Veranstaltung gemeldet, erzählt Pfarrer Gunnar Plewe, der dieses Mal viele Unterstützer braucht.

Wer es weniger interaktiv möchte, kann am Freiluft-Gottesdienst auf dem Schlebuscher Marktplatz teilnehmen, den Kollege Jürgen Dreyer halten wird. Nach draußen zu gehen, um etwas mehr Gottesdienstbesucher zulassen und außerdem singen zu können, haben sich auch andere evangelische Gemeinden überlegt. Vor der Opladener Bielertkirche wird von 14 bis 18 Uhr im Stundentakt gefeiert. Vor der Wiesdorfer Christuskirche gibt es am Nachmittag halbstündliche Andachten. Um 23 Uhr will Pfarrer Detlef Prößdorf „Weihnachten to go“ anbieten, einen kleinen Stadtspaziergang mit weihnachtlichen Gedanken an verschiedenen Haltepunkten. In Steinbüchel habe man zweigleisig geplant, sagt Pfarrer Helmut Schmidt. Einerseits einen Familiengottesdienst auf dem Sportplatz des SV Bergfried mit Bühne und Krippenspiel-Übertragung auf der Leinwand. Zudem sollen die Christvespern an beiden Kirchen hybrid stattfinden. Nach einer Andacht mit feierlicher Musik innen soll im zweite Teil draußen auch Singen möglich sein  – zu Orgelmusik bei offenen Türen. Eine Liste mit Angeboten hat der Kirchenreis auf www.kirchenkreis-leverkusen.de eingerichtet. Noch stehen wenige Gemeinden darauf.

In den katholischen Kirchen werden mehr Gottesdienste angeboten, damit möglichst viele mitfeiern können. In St. Remigius finden die Kinder-Krippenfeiern, bei denen die Kirchen normalerweise rappelvoll sind, nur online statt, Beginn: 16 Uhr auf www.remi-tv.de. Vorher können Familien von 14 bis 16 Uhr an allen Kirchorten einen Krippenweg besuchen. Für die Christmetten an Heiligabend um 18 und um 22 Uhr sind telefonische Anmeldungen (mit Platzzuweisung) notwendig. Die werden vom 7. bis 17. Dezember im Pastoralbüro (02171 395770) entgegen genommen. Die Christmette aus St. Remigius wird im Livestream über remi-tv übertragen. Die Mette um 0 Uhr in der Jugendkirche wird nur als Videokonferenz (Anmeldung info@jugendkirche-leverkusen.de) angeboten.

Auch in Hitdorf, Rheindorf, Wiesdorf, Bürrig und Küppersteg  können Familien in Kleingruppen am Nachmittag in den Kirchen Krippenwege gehen. Zeiten gibt es bei der Anmeldung ab Montag in den Pfarrbüros. In Schlebusch starten die Buchungen am Dienstag. Katholische wie evangelische Gemeinden bieten am 24. Dezember Online-Gottesdienste an.