Leverkusen: Weihnachtsgefühle im Badebottich

Leverkusen: Weihnachtsgefühle im Badebottich

Beim Nordischen Weihnachtsmarkt im Neulandpark gab es nicht nur Traditionelles, sondern auch Skurriles zu sehemn.

Im Winter in der freien Natur entspannt ein Bad im hauseigenen Badebottich nehmen - das klingt zunächst eher nach Gänsehaut und frieren. Doch auf dem nordischen Weihnachtsmarkt auf dem Gelände des Neulandparks wurden die Gäste eines Besseren belehrt - besonders Miriam Geyer, Stephan Klutz, Frank Neuhaus und Nicola Chrisopulos.

Sie durften zwischen Glühwein- und Elchbratwurststand ein exklusives Bad im runden Bottich nehmen, der einen Durchmesser von zwei Meter zu bieten hatte. Der Jacuzzi war ein echter Hingucker. Frieren mussten die vier auf alle Fälle nicht, dafür sorgte ein Heizgerät, das ins Wasser gestellt wird. "Früher habe ich die Teile noch selbst gebaut", erklärte Rudi Litschel, Leiter des Familienbetriebs.

Der gelernte Schreiner hat sich vor einigen Jahren damit selbstständig gemacht, Fasssaunas und eben Jacuzzi-Badebottiche zu vertreiben. Mittlerweile lässt er diese allerdings von anderen Firmen bauen, da sich der Betrieb verkleinerte und für die Produktion am Ende keine Zeit mehr blieb.

Den ersten Bottich hatte die Familie seinerzeit übrigens im eigenen Vorgarten stehen. "Da saßen wir kurz vor Weihnachten im Hot Tub, wie das Teil auch gerne genannt wird, grillten und unterhielten uns mit vorbeikommenden Nachbarn. Das war ein schönes Gefühl."

Das konnten sich auch viele der Besucher des Weihnachtsmarktes gut vorstellen. Immer wieder bestaunten die meisten von ihnen die beiden Vorführgeräte.

  • Kurztrips : Auf zu Weihnachtsmärkten mit Flair

Doch nicht nur am Stand von Rudi Litschel war viel los. Ein weiterer Hotspot war das "Eiskunstatelier" von Joachim Knorra. Mit einer Kettensäge schnitt der Künstler ganze Eisblöcke so zurecht, dass sie am Ende als schöne Figuren wahrgenommen wurden. Während der "Eis-Engel" sicherlich noch eine weihnachtliche Stimmung zu bieten hatte, war die zweite Figur allerdings nicht ganz so festlich. Sie sah eher aus, wie ein Totem oder ein klassischer Nussnacker.

Vielleicht gefiel er auch nicht dem Grundschüler, der die Skulptur nach Fertigstellung versehentlich umschmiss, so dass sie in Einzelteile zerbrach. Das war dem Schüler sichtlich unangenehm, der sich sofort entschuldigte. Für die Besucher Sabrina Lewandowski und Hannes Brüggmann hatte sich der nordische Weihnachtsmarkt gelohnt. Die beiden Opladener waren nicht zum ersten Mal da. "Wir fahren zu dem Weihanchtsmarkt, weil wir diese urige Atmosphäre mögen. Besonders die Lagerfeuer machen es gemütlich. Das ist eine gelungene Alternative zu unseren Weihnachtsmärkten in Leverkusen", erklärte Sabrina während sich Hannes nach kleinen Weihnachtsgeschenken umschaute.

Fündig wurden die beiden bei selbst gemachten Seifen, die zukünftig an Freunde und Familie verteilt werden sollen. Kritik übten sie allerdings auch: "Dieses Jahr hat uns leider nicht so gut gefallen, dass man das Gefühl bekommt, dass der Markt kommerzieller wird. Pommes, Fish & Chips oder Bratwurst hat für uns auf einem nordischen Weihnachtsmarkt eigentlich nichts verloren".

Dafür war der Weihnachtsmann mitsamt Rentieren vor Ort, um die Kinderwünsche in Empfang zu nehmen und ein Erinnerungsfoto zu schießen. Und in der Wichtelwerkstatt durften die kleinsten Besucher ihre Kreativität ausleben, sodass der nordische Weihnachtsmarkt in Leverkusens Neulandpark auch in diesem Jahr für die ganze Familie etwas zu bieten hatte.

(RP)