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Weihnachtsbasar unter 2G im Musuem Sensenhammer in Schlebsuch

Baustein für den Museumsbetrieb in Leverkusen-Schlebusch : „Kuckelkörnchen“ beim Sensenhammer-Basar

Wenn elegant glitzernde Lichterketten und duftendes Tannengrün auf schwere Maschinen und Fabrikluft stößt, dann kann nur Weihnachtsbasar im Freudenthaler Sensenhammer sein. Diesmal unter erschwerten Bedingungen.

In gemütlicher Atmosphäre verkauften Händler zwischen Stahl und Backstein allerhand Kunsthandwerk. Mittendrin: der 42-jährige Bernd Kuckelkorn. Bei ihm und seiner Schwester Nikola Alberts ist der Familienname Programm. Die Geschwister haben einen eigenen Korn hergestellt. Die Idee dafür stammt von ihrem verstorbenen Vater. „Die Grundidee ist schon fast 40 Jahr alt“, erzählt Kuckelkorn begeistert.

Eines Weihnachtsabends saß das Geschwisterpaar beisammen. Bei dem ein oder anderem Glas „Kuckelkorn“, den ihr Vater herstellen ließ, flammte der Geistesblitz auf: Wir machen das auch. Gesagt, getan – wenige Zeit später stand ein Deal mit einer kleinen Brennerei in Rösrath. Das war vor einem Jahr. Seitdem ließen Bernd Kuckelkorn und Nikola Alberts etwa 1000 Flaschen befüllen, die sie neben ihren eigentlichen Berufen verkaufen. „Das ist wirklich eine Herzensangelegenheit“, betonte Kuckelkorn. Weil aber die Spirituose des Vaters mit 38 Prozent reichlich straff daher kam, entschieden sich die Beiden für einen Gegenentwurf. „Wir wollten einen weichen Korn“, berichtete er. Ein Vorhaben, das gelingen sollte. Nun versuchen die Geschwister mit ihrem „Kuckelkörnchen“ gegen den eher schlechten Ruf des alkoholischen Getränks anzukämpfen.

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So kuschelig die Atmosphäre im Museum auch war – auch hier mussten wegen der Pandemie ein paar Dinge ausfallen. Konnten sich im Normalfall zum Beispiel noch Menschen mit einem Glühwein in die Fertigungshalle setzen und die Gegensätze aus rau und besinnlich bewundern, musste das Heißgetränk nun im Freien zu sich genommen werden. „Für uns war es schwer, mit der neuen Verordnung umzugehen“, sagte Museumsleiter Jürgen Bandsom am Samstag. „Bis gestern wussten wir gar nichts. Wir schwankten die ganze Zeit zwischen Absagen und Machen hin und her.“

Dass der Basar nun doch stattfinden konnte, ist ein großes Glück für die Ehrenamtler. „Es ist einer von vielen, vielen Bausteinen, um dieses Museum hier zu erhalten“, betonte der 57-Jährige.