Leverkusen: Wasserspiel für die Bahnhofstraße

Leverkusen : Wasserspiel für die Bahnhofstraße

Die Bezirkspolitiker beschlossen gestern den Standort nahe Bäckerei Kamps.

Wenn morgen die Temperaturen in die Höhe schnellen, wird die City vor der Rathaus-Galerie zum Mini-Schwimmbad: In Badehose oder auch nackig tummeln sich die Jüngsten an und unter den Wasser-Fontänen. Ein richtiges Vergnügen. Auch beim Zuschauen. Das macht seit Jahren die Opladener ein bisschen neidisch. Da passt es gut, dass im Stadtteilentwicklungskonzept (Stek) für die einstige Kreisstadt die Aufwertung der Bahnhofstraße eines der zentralen Themen ist.

Denn genau dort soll, so hatten es sich die Politiker der Bezirksvertretung II, gewünscht unter anderem ein Wasserspiel wie das Wiesdorfer für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Wo der sprudelnde Blickfang - die Stadt beziffert die Kosten auf rund 202.000 Euro (sind laut Land förderfähig) - platziert werden soll, steht seit gestern Nachmittag fest. Oben (Richtung Bahnhof) oder unten (nahe Kölner Straße), das war die Frage. Die Antwort der Politik - nach etwas verquer-langatmiger Diskussion über den Abstimmungsmodus - war dann rasch klar: Das mehr als zehn Meter lange Fontänenfeld soll unten (Hausnummern 2 bis 4, also etwa ab der Kamps-Außengastronomie) platziert werden, ein Spielelement für Kinder ungefähr in der Mitte der Bahnhofstraße (Hausnummern 14 bis 16, nahe Hotel 16).

Markus Pott (Opladen Plus) hätte die Wasserlandschaft gerne am oberen Eingang der Fußgängerzone gesehen, "weil dort ein Impuls gebraucht wird". Lucas Melzig (CDU) argumentierte dagegen: "Wegen der vielen Bauerei in den nächsten Jahren, wenn etwa der Busbahnhof verlegt wird", sei es den Bürgern schwer verständlich zu machen, wieso inmitten der Bauarbeiten ein verschönernder Brunnen installiert werde. Für den oberen Bereich könne man 2020 oder später, wenn die Bahnstadt-Westseite fertig sei, überlegen, wie er aufzuwerten sei. "Aber die Fördergelder müssen jetzt verwendet werden, und die untere Bahnhofstraße braucht Belebung."

Die Politiker wollten es ganz genau wissen, stellten Landschaftsarchitekt Thomas Wündrich von der ausführenden Arbeitsgemeinschaft Wündrich/WES Detailfragen nach Wasserhygiene, Straßengefälle, Größe der Wasserpumpe und so fort. Der Experte antwortete geduldig; wichtigste Nachricht dürfte, gerade für die zum Sorgenkind gewordene Bahnhofstraße, dies sein: "Fontänenfelder sind recht vandalismussicher", sagte Wündrich.

(RP)
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