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Leverkusen: Warum Straßen.NRW die Kombilösung ablehnt

Leverkusen : Warum Straßen.NRW die Kombilösung ablehnt

Die Ausführungen von Ingenieur Helmut Hesse zur Machbarkeit der von der Bürgerliste befürworteten "Kombilösung" im Zuge des A1-Ausbaus stießen am Montag im Stadtrat grundsätzlich auf Interesse, wenn auch einige Politiker einzelne Punkte kritisierten.

Dazu gehört, dass bei einem langen Tunnel unter dem Rhein und dem Chempark her die Verbindung zwischen den Autobahnen A59 und A1 gekappt würde. Hesse hält die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die diese Verbindung nutzen, für gering. Dem widersprachen jedoch einige Ratsleute, darunter Paul Hebbel (CDU). "Ich glaube nicht, dass es so einfach möglich ist, einen Großteil des jetzigen Verkehrs im Kreuz Leverkusen-West einfach nach Norden über die A542 auf die A3 zu verschieben", sagte er. Schließlich sei die A59 von Düsseldorf nach Leverkusen als Entlastung zur A3 gebaut worden.

Dies ist auch ein Grund, warum der Landesbetrieb Straßen.NRW die "Kombilösung" ablehnt, wie CDU-Bundestagsabgeordneter Helmut Nowak kurz vor der Sitzung erfahren hatte. Straßen.NRW hatte dem Politiker mitgeteilt, "die verkehrsbedeutsame Verbindung zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen-West und dem Autobahnkreuz Leverkusen werde dadurch dauerhaft unterbrochen". Dies führe "zu erheblichen Verkehrsverlagerungen unter anderem in das städtische Verkehrsnetz".

Darüber hinaus sei ein Querverschub für den Bau der neuen Rheinbrücke nicht möglich. Hesse widersprach: Genau dies sei beim Bau der Deutzer und der Oberkasseler Rheinbrücke in Düsseldorf erfolgt.

(sug)