Leverkusen: Wahlplakate beschmiert und mutwillig beschädigt

Leverkusen : Wahlplakate beschmiert und mutwillig beschädigt

Der Landtags-Wahlkampf war gerade mal drei Tage alt, da ging bereits das erste große Wahlplakat zu Bruch. Das Plakat an der Steinbücheler Straße/Ecke Von-Knoeringen-Straße, das den Leverkusener Landtagskandidaten Rüdiger Schulz zeigte, sei "vollends zerstört", meldet die CDU. Ein weiteres Plakat an der Bergischen Landstraße sei noch am selben Tag beschmiert worden. Weitere kleinere Plakate seien im Verlauf der dann folgenden Tage bemalt oder auf andere Weise beschädigt worden.

Rüdiger Scholz selbst spricht von einem "traurigen Vorgang". "Sollte jemand meine Argumente nicht teilen, kann er das Gespräch mit mir suchen. Gewalt gegen Sachen ist ein untaugliches Mittel der politischen Auseinandersetzung", sagt der Landtagskandidat.

Das zerstörte Großplakat der Christdemokraten ist kein Einzelfall und auch andere Parteien sind von dem Vandalismus betroffen. "Seit Beginn des Wahlkampfes kommt es regelmäßig zu Beschädigungen an der Wahlwerbung", berichtet Polizeisprecher Lutz Flaßnöcker. Und zwar nicht nur beschränkt auf bestimmte Parteien oder Orte, sondern querbeet durch das Stadtgebiet. Die Anzahl der bereits angezeigten Straftaten in Leverkusen und Köln liege "im mittleren zweistelligen Bereich", sagt der Polizeisprecher.

Die Aufklärungsquote sei allerdings gering. "Am vorletzten Wochenende sind in Einzelfällen zumeist jugendliche Täter bei entsprechenden Straftaten angetroffen und identifiziert worden", sagt Flaßnöcker. "Die Anzeigen werden von zufälligen Tatbeobachtern oder von Vertretern der geschädigten Parteien erstattet."

(sug/bu)
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