1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Wahl für Minderjährige in Leverkusen

Wahl für Minderjährige in Leverkusen : Der Jugend eine Stimme geben

Simulierte Wahl für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre fand auch in Leverkusen Anklang. Am Ende hatten die Grünen die Nase vorn.

Jungen Menschen eine Stimme geben, auch wenn sie nicht zählt. Das ist das Ziel der U18-Wahl und somit auch von Simone Seidenberg, Bundesjugendreferentin der Jungschützen sowie Michael Ludwig, Mitglied der Schützen in Lützenkirchen. Die beiden öffneten am Freitag die Türen der Bundesstelle der St. Sebastianus Schützenjugend für junge Menschen unter 18. Ohne Anmeldung und Personalien, nur mit Lust und Laune konnte jeder das Wahllokal besuchen. Seit Wochen laufen die Vorbereitungen auf die Wahl für Minderjährige. Über soziale Netzwerke, wie Instagram, klärt der Bund Woche für Woche über politisch relevante Themen, wie Digitalisierung, auf und erreicht hunderte von Jugendlichen.

Beim Betreten des Lokals machten bunte Info-Plakate auf sich aufmerksam. Stimmzettel und Wahlurne gab es wie in bekannten Wahllokalen auch. Zum zweiten Mal organisieren sie die U18-Wahl in Leverkusen. „Nur weil man kein Wahlrecht hat, heißt das nicht, dass man keine Stimme hat“, betont Ludwig. Zustimmung bei Seidenberg, die sich über jede abgegebene Stimme freut: „Uns ist es wichtig, die Möglichkeit anzubieten“. Knapp 200 Kinder und Jugendliche aus Leverkusen nahmen in diesem Jahr an den Wahlen teil. 200.000 gaben in Deutschland ihre Stimme ab. Diese Zahl sei „ein klares Statement, junge Menschen nicht aus der Politik auszuschließen“, so Ludwig, „Wenn wir nicht auf die Jugend hören, auf wen dann?“,Der Leverkusener setzt sich in seinem Ortsverein für ein Stimmrecht ab 16 Jahren ein. Nach Auszählung der Stimmen aus den sechs Wahllokalen in Leverkusen stellen die Grünen mit 34 % den Gewinner. 18 % der Stimmen entfielen auf die SPD, für 16 % war die FDP die überzeugendste Partei, 10 % gingen an die CDU und 5 % wählten die Linken.

„Wir wollen alle kommenden Wahlen wahrnehmen“, stellt die Bundesjugendreferentin klar. Auch sie macht sich für eine Senkung des Wahlalters stark.