Leverkusen: W-Lan in der City ist zum Greifen nah

Leverkusen : W-Lan in der City ist zum Greifen nah

Die City Leverkusen rangiert laut einer Studie auf Platz zwölf der bestbesuchtesten Innenstädte in NRW, berichtete Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn am Montag beim Neujahrsempfang der City-Werbegemeinschaft.

Buchhorn selbst hatte kurz zuvor den Einzelhandel mit einem Friseurbesuch unterstützt und will auch als Stadtchef alles dransetzen, dass der Zuspruch für die City so bleibt, "trotz und gerade wegen der steigenden Anzahl von Online-Angeboten".

Ein Weg, das zu erreichen, kann offenbar bald beschritten werden: W-Lan in der Wiesdorfer Innenstadt. Verschiedene Varianten dazu sind seit Wochen durchgespielt worden, vieles davon ließ sich allein wegen der Kosten nicht umsetzen. "Jetzt zeichnet sich eine Option ab", verkündete Buchhorn: Die Einzelhändler müssten dem Verein Freifunk beitreten und einmalig einen "kleinen Beitrag, 60 oder 70 Euro" (Buchhorn) zahlen. Dafür könnten in den Geschäften W-Lan-Router aufgestellt werden. Die EVL habe sich bereiterklärt, mögliche "Funklöcher" zu stopfen, berichtete der Oberbürgermeister. Frank Schönberger, Vorsitzender der Werbegemeinschaft City, ergänzte: "Auch wir wollen diese bezahlbare Lösung technisch unterstützen. In den Info-Stelen gibt es eine entsprechende Elektroausstattung."

Buchhorn war überzeugt, dass von dem W-Lan-Projekt erstens der Handel in Wiesdorf profitiere und zweitens es auch Modellcharakter für Opladen und Schlebusch haben wird. Wann das kostenfreie Internet in der Fußgängerzone zur Verfügung stehen wird, verrieten Schönberger und Buchhorn nicht. Klar ist: Nach Karneval soll es einen Informationstermin zum Thema geben.

Weiteres (Dauerbrenner-) Thema auch noch in 2015: die Umgestaltung des Marktplatzes. Dazu hatte Baudezernentin Andrea Deppe im Herbst Ideen vorgestellt, etwa einen begrünten Innenhof mit zwei oder drei Eingängen, Cafés, Außengastronomie. Die Laden-Pavillons blieben so bestehen. Die Erhaltung sei auch im Sinne der Kirche, sagte Ralf Hirsch, Pfarrer der zuständigen Kirchengemeinde, im RP-Telefonat. "Die Frage ist, wie sie sich ästhetisch ins Stadtbild einfügen lassen." Die Kirche wolle bei der Umgestaltung des Areals nicht im Widerspruch zur Stadt stehen. Wichtig sei, dass Kirche vorkommt. "Wir wollen aus dem Bereich nicht weg. Müssen aber gucken, wie wir die Gebäude des Pastoralzentrums nutzen können. Etwa durch Kooperationen, kulturelle Veranstaltungen, offene Jugendarbeit, durch Dinge, die auch für die Stadt interessant sind."

(RP)
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