VR-Bank: Hans-Jörg Schaefer zieht sich aus Vorstand zurück

VR-Bank : Schaefer sagt  VR-Bank langsam adé

Leverkusener Manager lässt seine Vorstandstätigkeit zum Jahresende ausklingen.

Die Bank hat ihm Glück gebracht. Sowohl privat als auch dienstlich. Nun hat Hans-Jörg Schaefer beschlossen, seine aktive Vorstandstätigkeit bei der VR-Bank Bergisch Gladbach-Leverkusen zum Jahresende ausklingen zu lassen.

Auf Bitte seiner Vorstandskollegen steht der 57-Jährige dem Geldinstitut für zwei Jahre projektbezogen zur Verfügung. Die verbleibenden Vorstände Lothar Uedelhoven (Jahrgang 1961), Thomas Büscher und Alexander Litz (beide Jahrgang 1969) teilen die Ressorts dann unter sich auf.

Zwar seien die Genossenschaftsbanken von einst 6000 auf 880 geschrumpft, bedauerte der Leverkusener Schaefer. Doch die VR-Bank Bergisch Gladbach sei darunter immerhin an Stelle 100 und mit einer Bilanzsumme von zwei Milliarden Euro „hervorragend aufgestellt“. Er ist überzeugt: „Das Feld ist gut bestellt. Das ist der richtige Zeitpunkt für den Rückzug.“

Seine Lebensplanung, so Hans-Jörg Schaefer, habe er speziell nach einer schweren Erkrankung im Vorjahr hinterfragt. „Mit der Fusion hat das absolut nichts zu tun, sondern es ist meine ganz persönliche Entscheidung“, betonte der Schlebuscher, der rund 400 Mitarbeiter schon am Vortag im Rahmen einer Betriebsversammlung über seinen bevorstehenden Wechsel ins Privatleben informierte. Als Hauptgrund nannte er den Wunsch, dem ehrenamtlichen Engagement deutlich mehr Zeit widmen zu können.

Da wäre zum einen seine Leidenschaft fürs Singen. Gerade erst ließ er sich zum neuen Vorsitzenden des Gospelchores „Blue Mountain Singers“ aufstellen, der für nächstes Jahr die Feier seines 25-jährigen Bestehens vorbereitet. Zum anderen möchte er sich verstärkt bei den Rotariern oder im Jungen Theater Leverkusen engagieren, außerdem wieder mehr Sport betreiben. Ebenso gut kann sich der BayArena-Dauerkartenbesitzer vorstellen, die Werkself künftig auch zu Auswärtsspielen zu begleiten. Schaefer räumte ein: „Ein früherer Ausstieg war immer mein Plan.“ Zum Ende des Jahres schließt sich für Schaefer also ein Kreis, der 1983 bei der ehemaligen Volksbank Rhein-Wupper begann. Ehe er nach dem Abitur am Lützenkirchener Werner-Heisenberg-Gymnasium und zu Beginn seiner Ausbildung vom damaligen Vorstand Manfred Wiethüchter begrüßt wurde, habe er ein Wochenpraktikum absolviert: „Ich war als Bote im Einsatz und habe Post sowie Geldbündel gefahren“, erinnerte sich Hans-Jörg Schaefer schmunzelnd. Im Jahr darauf lernte er Ehefrau Claudia kennen, sie war damals nämlich seine Ausbilderin.

Schaefer sagte: „Ich blicke mit großer Dankbarkeit auf ein erfülltes Berufsleben, freue mich aber nun sehr darauf, mehr Zeit für meine Familie und ehrenamtliche Aufgaben zu haben.“