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VR-Bank Bergisch Gladbach-Leverkusen legt bei Krediten deutlich zu

Wachstum im teils zweistelligen Prozentbereich : VR-Bank legt bei Krediten und Einlagen zu

Das Geschäft im vergangenen Jahr lief gut. Vorstand und Aufsichtsrat planen daher eine fünfprozentige Dividende. Die darf nach Zustimmung der Vertreterversammlung aber erst ausgeschüttet werden, wenn die wirtschaftlichen Folgen von Corona für die Bank absehbar sind.

Die VR-Bank auf neuen Pfaden: Die Vertreterversammlung lief wegen der Corona-Pandemie erstmals digital. Aber ob nun als Präsenzveranstaltung oder online, die Zahlen für 2019 bleiben gleich – und sie sind gut.

Die Zusammenfassung: Trotz starken Wettbewerbs, weiterhin niedriger Zinsen und strenger Regulatorik für Geldinstitute konnte die Bank, die vor einigen Jahren mit der Volksbank Rhein-Wupper fusionierte, den Wachstumskurs im Vor-Corona-Jahr fortsetzen und „in allen relevanten Geschäftsbereichen wachsen“, berichteten Vorstand und Aufsichtsrat auf der Vertreterversammlung über Videobeiträge. Die Mitglieder konnten über eine Kommentarfunktion Fragen stellen. Abgestimmt wurde dann ebenfalls digital.

Ursprünglich war die Versammlung als Präsenzveranstaltung in Bergisch Gladbach geplant gewesen. „Natürlich wäre auch dem Vorstand und dem Aufsichtsrat eine persönliche Versammlung lieber gewesen“, sagt Vorstandsvorsitzender Lothar Uedelhoven. „Damit alle wichtigen Beschlüsse gefällt werden konnten und die Bank handlungsfähig bleibt, haben wir uns nach eingehender Abwägung aber für die digitale Variante entschieden.“ Die Zahlen, die Uedelhofen präsentierte, dürften die Mitglieder gefreut haben:

Das Kreditgeschäft erwies sich als Wachstumstreiber. Das Gesamtkundenkreditvolumen samt Vermittlungen an Verbundpartner wuchs um satte neun Prozent auf 2,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,8 Milliarden Euro).

Die Einlagenentwicklung zeige, dass die VR-Bank „trotz der unverändert schwierigen Zinssituation für die Menschen in der Region eine Top-Adresse für die Geldanlage ist“, betonte Uedelhofen. Das Gesamteinlagenvolumen inklusive der Verbundvermittlungen stieg prozentual gesehen noch kräftiger als das Kreditgeschäft: nämlich von 2,6 Milliarden auf fast drei Milliarden – ein Zuwachs um 11,5 Prozent.

Die Bilanzsumme der Genossenschaftsbank erhöhte sich im vergangenen Jahr um rund 139 Millionen Euro auf rund 2,14 Milliarden Euro. In 2018 hatte die Bilanzsumme bei zwei Milliarden Euro gelegen – ein Plus von 6,9 Prozent).

Das Betriebsergebnis Das gute Jahr spiegelt sich denn auch im Zinsüberschuss von 42,4 Millionen Euro (Vorjahr: 39,8 Millionen) und im Provisionsüberschuss von 22,2 Millionen Euro (Vorjahr: 19,5 Millionen) wider. Und so freilich auch beim Betriebsergebnis. Das Kreditinstitut legte hier um 2,4 Millionen auf rund 25 Millionen Euro zu.

Die Mitglieder Auch hier konnte die VR-Bank zulegen: Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder erhöhte sich Ende 2019 um 823 auf 47.724 Anteilseigner.

Die Dividende Die Anteilseigner werden sich freuen können, denn wegen der guten Ergebnisse wollen Vorstand und Aufsichtsrat, „der Vertreterversammlung eine Dividende in Höhe von insgesamt fünf Prozent auf die Geschäftsanteile“ vorschlagen.

Ein Corona-Aber gibt es trotzdem: „Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat allen deutschen Banken im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der Corona-Pandemie sehr deutlich nahegelegt, Entscheidungen über die Auszahlung von Dividenden für das Geschäftsjahr 2019 frühestens auf einen Zeitpunkt im Herbst 2020 zu verschieben“, meldet der Vorstand. Einen genauen Zeitplan, wann die Dividende ausgeschüttet werden kann, gibt es deshalb noch nicht.