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Vortrag der IHK in Leverkusen zum Thema Arbeitswelt und Fachkräftemangel.

Digitalisierung : Zufriedener und erfolgreicher sein in der künftigen Arbeitswelt

Risiken im Geschäftsleben gab es immer schon,  aber ein Problem ist klar absehbar: der Fachkräftemangel. Zumindest sehen das mehr als sechzig Prozent der Unternehmen so, die in einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer  (IHK) dazu befragt wurden.

Das wird die Arbeitswelt verändern. Nur wie? Auf einer Veranstaltung der IHK Köln in der Geschäftsstelle Leverkusen/Rhein-Berg in Opladen gab es einige Gedanken  und Lösungsansätze.

Was macht im New-Work-Zeitalter erfolgreich, fragte Martin Halemba, der sich kritisch mit den etablierten Strukturen der Arbeitswelt auseinandersetzt und neue Denkmuster vorstellte. Der Inhaber der Kölner Agentur PIK8 meinte beispielsweise: „Viele wollen Ziele erreichen. Und wenn sie angekommen sind, was passiert dann: Für viele ist der Weg dahin viel wichtiger.“ Kreativ sein, Ideen entwickeln und umsetzen, das mache glücklich. Und wer glücklich sei, der sei auch erfolgreich. Halemba hat beobachtet, dass zu viele Menschen in einer persönlichen Routine gefangen sind. Sie seien mit Dingen beschäftigt, die man eigentlich gar nicht gern tue.

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Dies als Grundlage führte Knut Sterrenberg weiter aus: „Es geht um weit mehr als die reine Koordination unserer täglichen Aufgaben und Verpflichtungen. Wir wollen die Produktivität steigern und unseren Stress dennoch verringern.“ Sterrenberg ist zertifizierter GTD-Trainer.  GTD steht für „Getting Things Done“  und beschreibt  eine Selbstmanagement-Methode, die ein effizienteres und belastungsfreieres Arbeiten ermöglichen soll.

Dazu ein einfaches Beispiel, mit dem Knut Sterrenberg deutlich machen wollte, was damit gemeint ist: „Ich kann den Wind nicht ändern, aber ich kann die Segel anders setzen.“ Mit seiner GTD-Methode will er in fünf Schritten Ordnung ins Chaos der täglichen Informationsflut bringen.

Dies erklärte er seinen Zuhörern so:   Es fängt an mit dem Sammeln von allem, was man meint, wichtig zu sein (Schritt 1).  Es folgt die Verarbeitung, was ist wirklich wichtig (2), daraus ergibt sich eine Einordnung in eindeutige Kategorien(3). Diese sollte man auch regelmäßig durchsehen (4) und dann natürlich auch erledigen (5). Allein schon der Hinweis, dass man all das sofort erledigen sollte, was man in weniger als zwei Minuten schafft, sorge für Ordnung. (Nähere Informationen: www.next-action.de).

Die beiden Vorträge, die die IHK ihren Mitgliedern angeboten hat, sollen diese zum Nachdenken anregen. Die Arbeitswelt wird sich verändern. Das ist keine neue Erkenntnis; denn das hat sie auch schon  in der Vergangenheit getan.  Wenn bislang aber vorwiegend technische Innovationen wie beispielsweise Handy und Internet dazu beigetragen haben, werde es künftig immer wichtiger, eine vernünftige „Work-Life-Balance“ zu finden. Damit man Fachkräfte gewinnt, die in ihrem Job zufrieden sind und die Anforderungen erfolgreich erledigen können.