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Von Leverkusen nach Riga verschleppt und getötet: Gedenken an NS-Opfer

Von Leverkusen nach Lettland : Nach Riga verschleppt und getötet: Gedenken an NS-Opfer

In ganz Deutschland, auch in Leverkusen, zwangen die Nationalsozialisten jüdische Bürger in Züge, brachten sie nach Lettland und ermordeten die meisten dort. In Riga wird am Montag der Opfer gedacht, das Gedenken wird live übertragen.

Zu einer Gedenkveranstaltung für die etwa 25.000 jüdischen Menschen aus Deutschland, Österreich und Tschechien, die 1941 und 1942 nach Riga deportiert wurden, laden die deutsche Botschaft und die jüdische Gemeinde in Riga sowie das Riga-Komitee ein, zu dem auch die Stadt Leverkusen gehört. Am Montag, 29. November, erinnern sie um 18 Uhr an den Beginn der Deportationen vor genau 80 Jahren. Damals traf zu dieser Stunde der erste Zug aus Berlin mit 1053 Menschen am Bahnhof Škirotava ein. 

„Keiner der Deportierten sollte den Abend erleben, weder das zweijährige Kleinkind Heinz Loewenthal noch der 80-jährige Nathan Baer“, sagt Diane Tempel-Bornett, Sprecherin des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, ein Gründungsmitglied des Riga-Komitees. Im Wald von Rumbula wurden die Menschen von „deutschen SS- und Polizeikräften und ihren Schergen“ ermordet, schreibt die deutsche Botschaft Riga auf Facebook.

Vom Rangierbahnhof, an dem die Frauen, Männer und Kinder eintrafen, wird die Gedenkveranstaltung am Montag live übertragen und in Mitgliedstädte des Riga-Komitees geschaltet: Teilnehmen werden ein deutscher, österreichischer und ein tschechischer Botschafter, Vertreter der jüdischen Gemeinde in Riga, der Bürgermeister der Stadt und Vertreter aus dem Riga-Komitee, die „virtuell in ,Brücken der Erinnerung’ verbunden“ sein werden.

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Zum Schluss gibt es eine Gedenkminute, und es werden Kerzen angezündet. Den Verbrechen der Nationalsozialisten fiel ebenso fast die gesamte jüdische Bevölkerung Lettlands zum Opfer. Die Gedenkveranstaltung wird übertragen unter: https://fb.me/e/1rHPVm5gF

(jmb)