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Leverkusen: Volles Jecken-Haus bei der RP-Schwadbud

Leverkusen : Volles Jecken-Haus bei der RP-Schwadbud

Alles, was im Karneval Rang und Namen hat, gab sich vor der RP-Redaktion in Opladen die Ehre. Ääzezupp, Kölsch un dreimol Alaaf! Wenn die RP-Schwadbud Wieverfastelovend in Opladen feiert, dann kommen nicht nur die privaten und offiziellen Jecken – selbst et Sönnche ließ sich erweichen und strahlte immer wieder vom Himmel herab.

Alles, was im Karneval Rang und Namen hat, gab sich vor der RP-Redaktion in Opladen die Ehre. Ääzezupp, Kölsch un dreimol Alaaf! Wenn die RP-Schwadbud Wieverfastelovend in Opladen feiert, dann kommen nicht nur die privaten und offiziellen Jecken — selbst et Sönnche ließ sich erweichen und strahlte immer wieder vom Himmel herab.

Um 9.20 Uhr ging's los, die Hitdorfer marschierten in Kompaniestärke vor der Redaktion auf. Damit wurde es gleich international: Prinz Vera I. (Vladic) kommt aus Kroatien, Bauer Micky (Michelina Lauterbach) aus Italien, Jungfrau Anja (Dzionsko) aus Polen. Für die drei gab's den vermutlich größten Orden der Welt: "Eine echte Druckplatte, hergestellt in Düsseldorf, aber extra über Köln nach Leverkusen transportiert, um die Düsseldorfer Aura zu vertreiben", wie RP-Redaktionsleiter Ulrich Schütz versicherte. Zudem gab es ein viertes Alaaf vom Redaktions-Oberhaupt dafür, dass der Hitdorfer "Prinz" weiblich — also quasi Prinzessin — ist.

Das wollte Käthe Steinke, scheidende Präsidentin der KG Klinikum, zum Abschied auch mal sein — und wurde vom Festausschuss Leverkusener Karneval (FLK) rüde zurückgepfiffen (wir berichteten). Bei der Schwadbud nahm sie trotzdem kein Blatt vor den Mund: "Der Traum der Prinzessin ist geplatzt. Und trotzdem sage ich euch: Vergesst den Humor nicht!" Dafür gab's von Schütz ein "Fast-Prinzessinen-Alaaf". Frauenpower kam auch aus Lützenkirchen: Das Prinzenduett (Marina und Martina) trällerte: "Auch wenn die Männer protestiere, wir Mädchen künne besser fiere."

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Ebenfalls früh auf den Beinen war die Opladener Stadtgarde: Für Gardist Max (13) war der Tag gleich zweifach besonders — er hatte Geburtstag und bekam spontan von den anwesenden Jecken ein Ständchen gesungen. "Das Geburtstagsbier gibt es dann in fünf Jahren", mahnte ein Offizieller scherzhaft.

Überhaupt: Flapsige Sprüche waren gestern an der Tagesordnung. Ex-Oberbürgermeister Walter Mende, angesprochen auf Düsseldorfs Stadtchef Dirk Elbers, der zehn Feuerwehrleute vom Dienst freistellte, weil die gegen den Rathaus-Chef Stimmung gemacht hatten, raunte: "Oberbürgermeister neigen ja gelegentlich zu cholerischen Anfällen. . .".

Von "großen" weil mächtigen Chefs konnte auch Redner Jens Singer, "Dä Schofför" (natürlich vun dä Merkel) ein Liedchen singen: "Wir Fahrer sind uns einig: Lieber mit Angela Merkel im Auto als mit Brüderle an der Bar." Und dann ätzte er: "Dat jitt et nur in Kölle: gleich zwei Brücken, die über die Wupper gehen!" Die RP-Schwadbud-Besucher fanden's toll, johlten und klatschten.

Um 9.45 Uhr stand der erste Höhepunkt auf dem Programm. Mitsamt Prinzengarde und FLK-Geleit gab seine Tollität Prinz Manfred I. sein Liedchen zum Besten und warnte: "Achtung, ich habe heute schon eine Musikanlage kaputtgemacht." Und auch die Hoheiten aus der Nachbarstadt und die "Zitronenfunken" heizten den Besuchern vor der RP-Redaktion ordentlich ein. Das Leichlinger Dreigestirn begeisterte als Brings-Band ("Dat is jeil") mit karierten Hüten und Gummi-Luftgitarren. Für entzückte Blicke sorgten die Neustadtfunken-Pänz. Sie begleiteten das Kinderprinzenpaar Annika Ufer (13) und Niclas Sittart (12) zur Schwadbud. Fehlen durfte natürlich auch nicht Opladens älteste Gesellschaft: die KG Altstadtfunken. Auch gesehen: Ein sehr gut gelaunter EVL-Chef Rolf Menzel, Rechtsanwalt Dr. Peter Orlowski und seine Kollegin Christine Melle, Schuldezernent Marc Adomat (CDU) gut getarnt als Boxer mit blauem Auge, Christine Richerzhagen (CDU) als Pinguin, Bezirksvorsteher Rainer Schiefer (CDU), Friedrich Busch (FDP-Ratsherr) im Tennisdress.

(RP)