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Leverkusen: Völler zieht nach Düsseldorf

Leverkusen : Völler zieht nach Düsseldorf

Der Bayer-04-Sportdirektor bezieht Anfang 2011 sein künftiges Zuhause in einem Neubau in einem Nobelviertel der Landeshauptstadt. Der Ort zog auch auch schon Fußballerkollegen wie Felix Magath und Michael Skibbe an.

Die, die es bauen lassen, bezeichnen es als neues "Flaggschiff"-Projekt ihres Unternehmens. Und dabei hat sich die Kempener Wohnungsbaugesellschaft Ralf Schmitz bereits auf Luxusimmobilien spezialisiert.

Doch das viergeschossige Objekt in der Nähe des Rheinufers scheint nach den Angaben der Internetseite auch für sie ein besonderes Projekt. Und in Rudi Völler zieht Anfang kommenden Jahres ja auch ein besonderer, weil besonders bekannter, Bewohner in eine der Wohnungen ein.

Urenkel von Kaiser Wilhelm

"Haus Berengar" hat der Investor das Anwesen getauft, nach Prinz Adalbert Ferdinand Berengar Viktor von Preußen, einem Urenkel von Kaiser Wilhelm und Marinekommandanten im Ersten Weltkrieg. Für den Eckbau war im Sommer 2009 ein Haus abgerissen worden.

Im neuen Gebäude befinden sich vier großzügige Fünf- bis Acht-Raumwohnungen von knapp 190 bis 300 Quadratmetern. Mit Terrasse in Südwest-Richtung. Im Keller wurde eine Tiefgarage samt automatischem Parksystem integriert.

Am 11. Mai war Richtfest — auf der Homepage der Baugesellschaft ist von "Schnittchen und Schnaps" die Rede. Dienstagmorgen sorgen die zahlreich arbeitenden Handwerker für den einzigen Geräuschpegel in Völlers künftigem Viertel. Ansonsten ist es zu dieser Stunde noch ruhig, einige Mütter bringen ihre Kinder zur Schule, ein Briefträger ist unterwegs.

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Das Studio für Sauerstoffanwendungen hat noch zu, der Friseur ebenfalls. Supermärkte befinden sich in überschaubarer Entfernung. Schalkes Trainer Felix Magath wohnt auch in diesem Viertel, und Völlers früherer Co-Trainer bei der Nationalmannschaft, Michael Skibbe, hat hier schon mal eine Bleibe gefunden.

Zwei Fragen begleiten Völlers Umzug: Warum verlässt er die Quettinger Villa, und warum zieht es ihn nach Düsseldorf? Letztere Frage ist leicht zu beantworten, zuletzt bescheinigte noch 2009 die Schweizer Beratungsgesellschaft Mercer der Stadt am Rhein in Sachen Lebensqualität Rang sechs — im weltweiten Vergleich. Vor allem aber ist es eine Erleichterung für den jüngsten Sohn des Weltmeisters von 1990, der — gerade 18 geworden — eine Düsseldorfer Schule besucht.

"Ruuuudi" zog es nicht nach Köln

Da besagter Sohn gleichzeitig das letzte zu Hause wohnende Kind Völlers ist, wurde sein aktuelles Domizil, eine Quettinger Villa, für Ehefrau Sabrina und ihn schlicht und ergreifend zu groß. Seit 2002 wohnt die Familie hier — den Einzug verzögerte jedoch damals die Brandstiftung eines Handwerkers.

Zuvor hatte Völler seit seinem Wechsel nach Leverkusen 1994 in einem anderen Haus nahe Bürgerbusch gewohnt. Die Bayer-04-Fans dürften dem Umzug der Identifikationsfigur ihres Vereins wenigstens etwas Positives abgewinnen können: Zumindest zieht es "Ruuuudi" nicht nach Köln.

(RP)