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Leverkusen: Vier Rohrbrüche: EVL ging baden

Leverkusen : Vier Rohrbrüche: EVL ging baden

Mit Start des Berufsverkehrs war am Mittwoch das Verkehrschaos in Quettingen perfekt. Die EVL hatte die Quettinger Straße an der Kreuzung Feldstraße/Borsigstraße gesperrt.

Tausende Liter Frischwasser aus der geplatzten Hauptleitung hatten in der Nacht Asphalt und Bordsteine nach oben gedrückt. Ob Hohlräume entstanden sind, war da noch ungeklärt. Sicherheitshalber musste der Verkehr durch Seitenstraßen geleitet werden. Die Nutzer von zehn Gebäuden hatten bis 17 Uhr Frischwasser nur aus einem Straßen-Hydranten.

Waldsiedlung Am Nachmittag ging es Schlag auf Schlag: Auf der Mozartstraße brach eine zehn Zentimeter starke Hauptleitung. Der Wasserdruck spülte Gehwegplatten hoch, die Fahrbahn blieb wahrscheinlich unbeschädigt. Keller sollen nicht voll gelaufen sein.

Steinbüchel Problematisch wurde es in Steinbüchel an der Carl-von-Ossietzky-Straße (nahe Kreisverkehr Steinbücheler Straße). Der Rohrbruch (15 Zentimeter-Leitung) passierte ausgerechnet in der Zu- und Abfahrt zum Lidl-Parkplatz, die ebenfalls gesperrt werden musste. Im unteren Straßenbereich bildete sich kurzzeitig ein kleiner See. Nach Absperren der Leitung versuchte die EVL, die Einfahrt notdürftig herzurichten, damit die Autofahrer wenigstens ihre Fahrzeuge vom Parkplatz holen konnten. Danach wurde aufgebuddelt.

Edelrath Die EVL-Techniker, die gerade an der Quettinger Straße die Notreparatur beendet hatten, konnten gleich zum Edelrather Weg durchfahren. Nahe Restaurant Gerfer, lag der nächste Rohrbruch einer Hauptwasserleitung. Die Autofahrer mussten drehen und den Umweg über die Neuenhausgasse nehmen. Ein Wupsi-Linienbus-Fahrer konnte sein Fahrzeug aber zunächst nur abstellen.

Warum es zu der Häufung der Rohrbrüche kam, konnte sich der technische Geschäftsführer der EVL, Dr. Ulrik Dietzler, nicht erklären. Am Wetter liege es nicht. Ein Druckschlag, der beim Bersten eines Rohres entstehen kann, ist als Ursache auszuschließen, weil die Schadstellen zu weit auseinander sind. Zudem gehören die Rohre zu drei Wassereinspeisequellen.

Quettingen Besonders massiv sind auf jeden Fall die Schäden und Auswirkungen des Rohrbruchs an der Quettinger Straße. Die Fahrbahn muss wahrscheinlich auf kompletter Straßenbreite erneuert werden. Vor drei Jahren gab es schon einen solchen Rohrbruch an dieser Zementleitung, ca. 50 Meter entfernt. Überlegt wird jetzt von der EVL, das bis zu 30 Jahre alte Rohr auf ca. 100 Meter Länge vorsorglich auszutauschen. Die TBL wollen zudem ihre Kanäle untersuchen, ob sie unbeschädigt geblieben sind.

Wegen der ungeplanten Einsatzstellen hatte die EVL Personalprobleme: Einige Mitarbeiter gerieten an die 10-Stunden-Grenze und mussten deshalb abgelöst werden.

(RP/rl/gre)