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Leverkusen: Viele Anregungen für das neue Flüchtlingsheim

Leverkusen : Viele Anregungen für das neue Flüchtlingsheim

Seit November vorigen Jahres ist bekannt, dass die städtische Flüchtlingsunterkunft an der Sandstraße in Opladen größtenteils abgerissen und durch neue Gebäude ersetzt werden soll. Inzwischen hat auch der Leverkusener Stadtrat sein Okay für das Vorhaben gegeben.

Nun wurden Anwohner informiert, rund 60 Interessierte kamen dazu ins Pfarrheim der Gemeinde St. Michael. Sie hatten und konnten ja nicht grundsätzlich gegen das städtische Bauvorhaben sein, aber sie hatten zahlreiche Fragen und Bedenken - und interessante Anregungen vorgebracht.

Zuallererst sollte sich die Stadtverwaltung Gedanken darüber machen, wie der Verkehr während der rund einjährigen Bauphase gelenkt werden soll. Der rund 18 Millionen Euro teure Neubau, der europaweit ausgeschrieben wird, bringt starken Lkw-Verkehr über eine Stichstraße, die auch als Zufahrt für den Städtischen Kindergarten dient. Da sollte es wenigstens möglich sein, dass die Baustellenandienung zu gewissen Zeiten unterbrochen wird, hieß es.

Auch bemängelten einige Anwohner, dass sie in der Bürgerinformation noch längst nicht die endgültigen Vorstellungen der Planer präsentiert bekamen.

Gezeigt wurde lediglich eine Konzeptstudie; denn das Prozedere sieht vor, dass alles in einer Hand von einem erfahrenen Bauträger durchgeführt werden soll.

Das Unternehmen soll dann eigene Ideen einbringen können, die vor allem - so erklärte es Sozialdezernent Markus Märtens - Kosten sparen sollen. Auf jeden Fall werden die neuen und bis zu drei Stockwerke hohen Gebäude auf einem insgesamt größeren Grundstück gebaut. Im südlichen Bereich werden dazu derzeit landwirtschaftlich genutzte Flächen erschlossen; die Begrenzung ist vorgegeben durch einen Feldweg und zahlreiche Hochspannungsleitungen.

Derzeit werden bereits frei werdende Plätze im Heim nicht neu belegt. Im Sommer sollen dann alle Gebäude geräumt sein, damit endgültig mit dem Abbruch begonnen werden kann. Fertiggestellt könnte dann das neue feste Gebäude mit kleineren Einheiten Ende 2019 sein. Denn mit dem Neubau wird es vorwiegend auf acht Plätze ausgelegte Einheiten mit eigenen sanitären Einrichtungen geben.

Erneut sollen bis zu 450 Flüchtlinge untergebracht werden können, aber auch eine Belegungsreserve durch die Aufstockung von Betten für zusätzlich 100 weitere Menschen ist vorgesehen. Im Außenbereich sehen die Planungen Sport- und Spielflächen für die Bewohner vor.

(sg-)