Verwaltungsstandorte: Stadt will Bayer-Häuser kaufen

Weniger Verwaltungsstandorte : Stadt will Bayer-Häuser kaufen

Die Politik soll ab kommender Woche über das 16-Millionen-Euro-Projekt an Haupt- und Moskauer Straße beraten.

Die Stadt will offenbar das sogenannte Elberfelder Haus und das Barmer Haus in Wiesdorf kaufen. Bisher ist sie in beiden  Gebäuden Mieter (Elberfelder Haus hat sie komplett gemietet, das Barmer Haus an der Moskauer Straße teilweise). Das geht aus einem nicht öffentlichen politischen Beratungspapier  der Stadt hervor, das unserer Redaktion vorliegt und ab kommender Woche in den politischen Gremien diskutiert wird.

Demnach hat die Stadt dem Eigentümer der beiden Gebäude, das ist die Bayer Real Estate, ein Kaufangebot unterbreitet, das Anfang März von Bayer bestätigt worden sein soll. Kaufpreis: rund 16 Millionen Euro. Die Stadt begründet im Papier für die Politik: Im Elberfelderhaus sei die Belegung „in zahlreichen Büroräumen“ nicht mehr „konform mit den Vorschriften der Arbeitsstättenrichtlinien... Eine weitere Verdichtung ist unter diesen Umständen  ausgeschlossen. Dadurch ist es notwendig, weitere Büroräume zur Verfügung zu stellen“. Dies sei mit dem Erwerb der beiden Gebäude innerhalb der kommenden Jahre möglich.

Denn an der Moskauer Straße sind derzeit noch Bayer-Mitarbeiter angesiedelt, die dann sukzessive  Platz machen könnten für städtische Mitarbeiter. Die Verwaltung spricht im Papier für die Politik von rund 210 Büroarbeitsplätzen an der Moskauer Straße. „Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, andere Verwaltungsstandorte mittelfristig aufzugeben... und die Verwaltung auf drei bis vier größere Standorte zu konzentrieren“, heißt es weiter.

Derzeit ist die Stadtverwaltung auf mehr als ein Dutzend Standorte in etlichen Stadtteilen verteilt – vom Rathaus in Wiesdorf über weitere Standorte in der City, in Quettingen, Manfort und in Opladen. Am Verwaltungsgebäude Miselohestraße  wird seit dieser Woche und voraussichtlich bis Ende Mai der Haupteingang komplett erneuert, er ist mit Schalbrettern verschlossen (siehe Infokasten).

Unweit liegt die frühere Landwirtschaftsschule an der Düsseldorfer Straße. Das Gebäude gehört der Stadt. Wer wann dort einzieht, und ob das Mitarbeiter der Stadt sein werden wie 2017 vorgesehen, ist bisher aber weiterhin offen. 2017 hatte die Stadt bekannt gegeben, voraussichtlich 2019 zögen rund 50 städtische Mitarbeiter in das historische Gemäuer. Vorher werde es für 1,5 Millionen Euro saniert. Nun heißt es: „Die Stadtverwaltung prüft derzeit verschiedene Verwaltungsstandorte für die zukünftige Unterbringung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bis zur abschließenden Entscheidung werden keine weiteren Arbeiten am Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule vorgenommen.“

Ein Bayer-Sprecher bestätigte am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion das Interesse Bayers am Verkauf der Häuser in Wiesdorf, aber nicht, ob es Kaufinteressenten gebe. „Es ist noch nichts konkret dazu“, sagte der Sprecher.

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