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Leverkusen: Verwaltung macht Bordell dicht

Leverkusen : Verwaltung macht Bordell dicht

In der Humboldtstraße in Opladen wird es aller Voraussicht nach keinen "Wollust-Club" für Schwule geben. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn (CDU) berichtete gestern jedenfalls in einer gemeinsamen Sitzung der für Opladen zuständigen Bezirksvertretung und des Bau- und Planungsausschusses, für ein solches Projekt gebe es keine Baugenehmigung.

Mehr noch: "Auch das Bordell, das sich zurzeit in dem Gebäude dort befindet, ist nicht genehmigt", teilte der Stadtchef mit.

Der Geschäftsführer des "Club Lechery", der am 1. Dezember an der Humboldtstraße 3 eröffnen wollte, hatte vergangene Woche erst angekündigt: "In Leverkusen gibt es Bedarf an einem Schwulenclub, aber keine ordentlichen Treffpunkte." Wer wolle, könne zwar am Steinbücheler Weiher schnellen Sex finden. Aber: "Wir wollen der Szene mehr Stil, Diskretion und Gemütlichkeit bieten." "Party, Spaß und Erotik" wolle man in dem Gebäude bieten — mit "wechselnden (inter-)nationalen Boys zum Entspannen und Spaß haben".

Die Stadt versteht in dieser Hinsicht keinen "Spaß" und handelte ordnungsgemäß. Sie überprüfte die Genehmigungen und stellte laut Buchhorn fest, dass lediglich für eine Disco im Erdgeschoss eine Baugenehmigung vorliege bzw. für einen Musikraum mit Klavier. Stattdessen befände sich dort ein Bordell mit Separeés und Whirlpool. Dessen Tage sind nun gezählt.

(RP/rl)